12345
06.04.2010, 15:16 |
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? (Elektronik) |
hallo
was passiert mit einem Elko was für 16 Volt ausgelegt ist, wenn ich es an 18 Volt betreibsspannung anschliesse??
ich habe nämlich keine 25 oder 50 Volt Elkos zur Hand und bin an einer Testschaltung am aufbauen....
Vielen Dank im Vorraus |
Harald Wilhelms

06.04.2010, 15:27
@ 12345
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» hallo
»
» was passiert mit einem Elko was für 16 Volt ausgelegt ist, wenn ich es an
» 18 Volt betreibsspannung anschliesse??
Er wird es wohl nicht lange mitmachen. Du solltest
den Elko auf jeden Fall zuerst über einen Widerstand
an die höhere Spannung anschliessen, damit er sich
erst einmal daran gewöhnen kann.
Gruss
Harald |
1234
06.04.2010, 15:30
@ Harald Wilhelms
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
»
» Er wird es wohl nicht lange mitmachen. Du solltest
» den Elko auf jeden Fall zuerst über einen Widerstand
» an die höhere Spannung anschliessen, damit er sich
» erst einmal daran gewöhnen kann.
Also keine Dauerlösung? naja...dann muss ich wohl wieder bei conrad bestellen gehen....
Vieln Dank |
Theo

Düsseldorf, 06.04.2010, 15:41 (editiert von Theo am 06.04.2010 um 15:41)
@ 1234
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
Hallo
Eine Dauerlösung könnte so aussehen, dass du zwei gleiche Kondensatoren hintereinander schaltest. Die Spannungsfestigkeit verdoppelt sich, aber die Kapazität halbiert sich. Damit sich die Spannung dann auch gleich verteilt, kann man noch jedem Kondensator einen Widerstand von ca. 10K parallel schalten.
Also zwei 100µF/16V hintereinander ergeben 50µF/32V.
Theo |
Harald Wilhelms

06.04.2010, 16:07 (editiert von Harald Wilhelms am 06.04.2010 um 16:08)
@ 1234
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» »
» » Er wird es wohl nicht lange mitmachen. Du solltest
» » den Elko auf jeden Fall zuerst über einen Widerstand
» » an die höhere Spannung anschliessen, damit er sich
» » erst einmal daran gewöhnen kann.
»
» Also keine Dauerlösung?
Naja, da Elkos ja zu den Bauelementen gehören, die
in elektronischen Schaltungen zuerst ausfallen, wird
umgekehrt eher empfohlen, mit der Spannungsbelastung
deutlich unterhalb der Maximalspannung zu bleiben,
um die Lebensdauer zu erhöhen.
Gruss
Harald |
geralds

Wien, AT, 06.04.2010, 16:28
@ 1234
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» »
» » Er wird es wohl nicht lange mitmachen. Du solltest
» » den Elko auf jeden Fall zuerst über einen Widerstand
» » an die höhere Spannung anschliessen, damit er sich
» » erst einmal daran gewöhnen kann.
»
» Also keine Dauerlösung? naja...dann muss ich wohl wieder bei conrad
» bestellen gehen....
»
» Vieln Dank
---
Dazu kann noch kommen, dass auf den 18V eine pulsierende bzw. AC aufgelagert sein könnten.
Oder ist auch immer gewährleistet, dass die DC aalglatt ist?-- auch bei extremen Temperaturschwankungen?
Daher die Spannungsfestigkeit etwas großzügiger vorsehen.
--- -- ...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! Feigling!" |
1234
06.04.2010, 16:53
@ geralds
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
okey dann nehme ich doch lieber 2x 200uF 16 Volt als zu bestellen. Vielen Dank für den Tipp |
Gast
06.04.2010, 17:39
@ Theo
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» Damit sich die Spannung dann auch gleich
» verteilt, kann man noch jedem Kondensator einen Widerstand von ca. 10K
» parallel schalten.
Ist die Physik außer Kraft, oder warum stellen sich bei dir die Spannungen nicht selber ein? |
Theo

Düsseldorf, 06.04.2010, 17:58
@ Gast
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
Hallo
Ehrlich gesagt, physikalisch kann ich das nicht erklären. Ich müsste Literatur durchsuchen. Ich habe das Büchern über Röhrenverstärker entnommen, bei deren Netzteilen ja gerne mal 800V und mehr benötigt werden, und eine gängige Spannung der Kondensatoren beträgt z.B. 550V. Weil da die passenden Kondensatoren gleich deutlich mehr kosten würden, wird das dort gerne angewandt, und dann auch auf die Widerstände für die Spannungsverteilung hingewiesen.
Schaden kann es nicht.
Theo |
Harald Wilhelms

06.04.2010, 18:12
@ Gast
|
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» » Damit sich die Spannung dann auch gleich
» » verteilt, kann man noch jedem Kondensator einen Widerstand von ca. 10K
» » parallel schalten.
»
» Ist die Physik außer Kraft, oder warum stellen sich bei dir die Spannungen
» nicht selber ein?
Nun, auch bei kapazitätsmässig gleichen Kondensatoren
können die Verlustwiderstände unterschiedlich sein.
Gruss
Harald |
gast
06.04.2010, 20:38
@ Gast
|
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» » Damit sich die Spannung dann auch gleich
» » verteilt, kann man noch jedem Kondensator einen Widerstand von ca. 10K
» » parallel schalten.
»
» Ist die Physik außer Kraft, oder warum stellen sich bei dir die Spannungen
» nicht selber ein?
Das hat meiner Meinung nach Vorteile, wenn man die Leckströme der C´s berücksichtigt.
Gruß |
Hartwig
06.04.2010, 20:47
@ Gast
|
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
wie der andere Gast und Harald schon sagten.... und das kann man sogar in den Datenblättern der Hersteller nachlesen (z. B. in denen für Epcos HV-Elkos). Bei bei Spannungen im Bereich unter 450/500V ist das i. A. ja auch nicht erforderlich.
Aber der Tip mit den 10k ist, denke ich mal, nicht verkehrt - ich würde das auf jeden Fall so machen...
Hartwig |
hws

59425 Unna, 06.04.2010, 21:12
@ Gast
|
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» Ist die Physik außer Kraft, oder warum stellen sich bei dir die Spannungen
» nicht selber ein?
Aber der Leckstrom ist (selbst bei gleichen Kondensatoren) nicht 100% gleich.
Der Kondensator mit dem geringeren Leckstrom lädt sich auf eine höhere als die halbe Betriebsspannung auf.
Zugegeben, bei höherer Spannung steigt der Leckstrom üblicherweise und der Effekt "gleicht sich teilweise selbst aus".
Aber wer aus Geiz keinen passenden Kondensator bestellen will, dem geschieht ein explodierender Kondensator recht.
hws |
Michael Krämer
07.04.2010, 13:44
@ Theo
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» Also zwei 100µF/16V hintereinander ergeben 50µF/32V.
Auch wenn es jetzt schon einige Kommentare gab, daß man das problemlos so machen können, will ich doch mal etwas Essig in den Wein kippen. Sicherlich kann man so mal schnell etwas ausprobieren, wenn andere Mittel fehlen, aber es ist und bleibt eine üble Bastelei. Ich hoffe, daß niemand soetwas in Serie einsetzt, schon garnicht in einer Steuerung für eine Gasheizung oder in einem Herzschrittmacher. Ich will nicht mal in einer S-Bahn, geschweige denn in einem Flugzeug sitzen, das eine solche Steuerung hat.
Selbst wenn man hundert solcher Geräte gebaut hat und alle haben "mal" funktioniert, garantiert keiner für das hunderterste und keiner für die Funktion nach der Garantiezeit. Durch Exemplarstreuungen sind die Kapazitäten und die Leckwiderstände niemals gleich. Das führt im ungünstigen Fall nach mehrmaligem Einschalten und zwischenzeitlichem Teilentladen dazu, daß der kleinere Kondensator mit dem geringeren Leckstrom immer höher aufgeladen wird, bis er letztlich die gesamte Spannung aushalten muß. Beim Entladen kann es wie bei in Serie geschalteten Akkus passieren, daß sich die Polarität umkehrt. Das mögen Elkos nun überhaupt nicht gerne.
Die parallel gechalteten Widerstände relativieren beide hier genannten Effekte, müssen aber so klein wie möglich sein, um immer weiter auf die sichere Seite zu kommen. Damit macht man aber die Wirkung der Kondensatoren zunichte. Jeder Wert ist also ein Kompromiss.
Also kurz und gut: laß den Mist! |
Harald Wilhelms

07.04.2010, 14:47
@ Michael Krämer
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mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» » Also zwei 100µF/16V hintereinander ergeben 50µF/32V.
»
» Auch wenn es jetzt schon einige Kommentare gab, daß man das problemlos so
» machen können, will ich doch mal etwas Essig in den Wein kippen.
» Sicherlich kann man so mal schnell etwas ausprobieren, wenn andere Mittel
» fehlen, aber es ist und bleibt eine üble Bastelei. Ich hoffe, daß niemand
» soetwas in Serie einsetzt, schon garnicht in einer Steuerung für eine
» Gasheizung oder in einem Herzschrittmacher. Ich will nicht mal in einer
» S-Bahn, geschweige denn in einem Flugzeug sitzen, das eine solche
» Steuerung hat.
»
» Selbst wenn man hundert solcher Geräte gebaut hat und alle haben "mal"
» funktioniert, garantiert keiner für das hunderterste und keiner für die
» Funktion nach der Garantiezeit.
So etwas wird nicht nur hundertfach, sondern millionen-
fach tagtäglich von der Industrie praktiziert. Aller-
dings nicht im Niederspannungsbereich, da es dort keinen
Sinn macht, sondern bei Spannungen über 200V. Typisch
ist eine solche Schaltung z.B. in allen Computernetz-
teilen mit primärseitiger Spannungsumschaltung drin.
Gruss
Harald |
Michael Krämer
07.04.2010, 15:06
@ Harald Wilhelms
|
mit 18 Volt auf 16 Volt Elko?!? |
» So etwas wird nicht nur hundertfach, sondern millionen-
» fach tagtäglich von der Industrie praktiziert. Aller-
» dings nicht im Niederspannungsbereich, da es dort keinen
» Sinn macht, sondern bei Spannungen über 200V. Typisch
» ist eine solche Schaltung z.B. in allen Computernetz-
» teilen mit primärseitiger Spannungsumschaltung drin.
Das kenne ich nicht, aber es gibt sicher Schaltungen, die aus Kostengründen auf das allernotwendigste abgestrippt werden. Ohne weitere Maßnahmen wird es allerdings aus den vorgenannten Gründen nicht millionenfach und dauerhaft funktionieren. Daß es "mal" geht, bezweifle ich ja nicht. Ich könnte mir denken, daß man auf irgendeine Weise die Spannung jedes Kondensators begrenzt, z.B. per Zenerdiode oder Varistor. Vielleicht kann man sogar gerade Hochspannungskondensatoren so bauen, daß sie selbst die Spannung begrenzen. In Fernsehern gab's früher mal so eine Art Funkenbrücke, über die zu hohe Spannungen einfach einen Funkenüberschlag hervorrufen. Sowas würde praktisch nichts kosten. Also nochmal (bis zum Beweis des Gegenteils): ohne Gegenmaßnahmen wird das in der Serie keiner machen! |