Maggie

19.03.2010, 17:52 |
Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung (Schaltungstechnik) |
Hallo!
Habe ein kleines Problem. Muss einen Vortrag über die Steinmetzschaltung halten und hab auch eigentlich nen Überblick darüber, aber ich hab da ein paar Fragen, die ich nirgends beantwortet bekomme.
1. Wieso verwende ich einen Kondensator und keine Spule für die Steinmetzschaltung? Bewirken ja beide eine Phasenverschiebung...
2. Wo wird die Steinmetzschaltung eingesetzt? Klar für Drehstrommotoren an Wechselspannung, aber kann mir jemand ein konkretes Beispiel nennen? Hab mir auch hier im Forum den Beitrag zum Thema "400V Bandsäge and 230V anschließen" angeschaut, aber da kam ja dann auch nicht wirklich was raus!
Danke für eure Hilfe schon mal!
Maggie |
olit

Berlin, 19.03.2010, 17:58
@ Maggie
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» Hallo!
» Habe ein kleines Problem. Muss einen Vortrag über die Steinmetzschaltung
» halten und hab auch eigentlich nen Überblick darüber, aber ich hab da ein
» paar Fragen, die ich nirgends beantwortet bekomme.
»
» 1. Wieso verwende ich einen Kondensator und keine Spule für die
» Steinmetzschaltung? Bewirken ja beide eine Phasenverschiebung...
»
» 2. Wo wird die Steinmetzschaltung eingesetzt? Klar für Drehstrommotoren an
» Wechselspannung, aber kann mir jemand ein konkretes Beispiel nennen? Hab
» mir auch hier im Forum den Beitrag zum Thema "400V Bandsäge and 230V
» anschließen" angeschaut, aber da kam ja dann auch nicht wirklich was
» raus!
»
http://de.wikipedia.org/wiki/Steinmetzschaltung |
Tobi(R)
19.03.2010, 18:28
@ olit
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
http://www.yaws.de/dipling/witze/steinmetz.htm
Gruss, Tobi(R) |
Maggie
19.03.2010, 18:30
@ olit
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
Aber wieso wird da jetzt ein Kondensator verwendet? Da muss es doch einen Vorteil gegenüber einer Spule geben? |
Tobi(R)
19.03.2010, 18:49
@ Maggie
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» Aber wieso wird da jetzt ein Kondensator verwendet? Da muss es doch einen
» Vorteil gegenüber einer Spule geben?
Wären alle Windungen phasengleich geschaltet könnte sich kein Drehfeld bilden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Drehfeld
Gruss, Tobi(R) |
Gast
19.03.2010, 18:56
@ Maggie
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» Aber wieso wird da jetzt ein Kondensator verwendet? Da muss es doch einen
» Vorteil gegenüber einer Spule geben?
Überlege Dir mal, wie groß die Spule wäre, wenn Du einen 2,2 KW Motor betreiben willst.
Vergleiche es mit einem passenden Kondensator. |
x y
19.03.2010, 19:08
@ Maggie
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» 1. Wieso verwende ich einen Kondensator und keine Spule für die
» Steinmetzschaltung? Bewirken ja beide eine Phasenverschiebung...
Mit der Spule bekommst du aber stets weniger Phasenverschiebung hin, schließlich hast du ja schon eine induktive Last. Dazu kommt noch die erheblich größere und schwerere Bauform, und die höheren ohmschen Verluste.
» 2. Wo wird die Steinmetzschaltung eingesetzt? Klar für Drehstrommotoren an
» Wechselspannung, aber kann mir jemand ein konkretes Beispiel nennen?
*Kleine* Drehstrommotoren, die halt sowohl an 230V Wechselspannung, wie auch im 400V Dreiphasennetz betrieben werden sollen. Deshalb sind die stets so gewickelt, dass man sie in Sternschaltung an 400V und in Dreieckschaltung an 230V betreiben kann.
» Hab
» mir auch hier im Forum den Beitrag zum Thema "400V Bandsäge and 230V
» anschließen" angeschaut, aber da kam ja dann auch nicht wirklich was
» raus!
Der Motor war nicht für 230V gebaut. Jetzt könnte man zwar einen dicken Trafo 230V-->400V davor hängen, aber der Steinmetzkondensator müsste dann für gut 700V ausgelegt sein, nicht handelsüblich. |
Maggie
19.03.2010, 19:22
@ x y
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» » 1. Wieso verwende ich einen Kondensator und keine Spule für die
» » Steinmetzschaltung? Bewirken ja beide eine Phasenverschiebung...
»
» Mit der Spule bekommst du aber stets weniger Phasenverschiebung hin,
» schließlich hast du ja schon eine induktive Last. Dazu kommt noch die
» erheblich größere und schwerere Bauform, und die höheren ohmschen
» Verluste.
D.h. mit dem zusammen was Gast geschrieben hat,
» Überlege Dir mal, wie groß die Spule wäre, wenn Du einen 2,2 KW Motor
» betreiben willst.
dass ich eine erheblich größere Spule im Vergleich zum Kondensator bräuchte um die gleiche Wirkung zu bekommen?
Ach und ich hab noch ne Frage... (sorry)
Wenn ich den Drehstrommotor ohne Kondensator an Wechselspannung anschließ (wenn das möglich ist), ist es dann so dass er zwar nicht von selber anlaufen kann, aber er prinzipiell schon laufen kann, oder würde sich da gar nichts bewegen? |
x y
19.03.2010, 19:33
@ Maggie
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
» dass ich eine erheblich größere Spule im Vergleich zum Kondensator
» bräuchte um die gleiche Wirkung zu bekommen?
Selbst mit einer noch so großen Spule wird er immer ein kleineres Kippmoment haben, als mit einem richtig dimensionierten Kondensator.
» Wenn ich den Drehstrommotor ohne Kondensator an Wechselspannung anschließ
» (wenn das möglich ist),
Anschließen kann man alles mögliche, nur funktioniert es halt nicht.
» ist es dann so dass er zwar nicht von selber
» anlaufen kann, aber er prinzipiell schon laufen kann, oder würde sich da
» gar nichts bewegen?
Du wirst ihn u.U. anwerfen können, aber er wird deutlich unter Synchrondrehzahl laufen, und nur ein sehr geringes Kippmoment haben. |
Maggie
19.03.2010, 19:42
@ x y
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Einsatzgebiet von Steinmetzschaltung |
Vielen vielen Dank an alle!!!!!!
Jetzt bin ich zufrieden  |