RTP - Realtime Transport Protocol
RTP (Realtime Transport Protocol) ist wie TCP und UDP ein Transport-Protokoll. RTP wurde von der IETF entworfen und gewährleistet einen durchgängigen Transport von Daten in Echtzeit. Speziell für Audio- und Video-Daten. Je nach Codec sind 1-20% Paketverlust tolerierbar. Allerdings garantiert RTP nicht die Dienstqualität der Übertragung (Quality of Service).
Das Realtime Transport Protocol (RTP) im TCP/IP-Protokollstapel
| Schicht | Dienste / Protokolle / Anwendungen |
|---|---|
| Anwendung | RTP |
| Transport | UDP |
| Internet | IP (IPv4 / IPv6) |
| Netzzugang | Ethernet, ... |
Aufbau des RTP-Headers

Mit RTP wird der Medienstrom in Datenpakete aufgeteilt. Im Header der Datenpakete sind Informationen über den Codec, Sequenznummer, Zeitstempel, Synchronisation und evt. Verschlüsselung (SRTP) enthalten. Trotzdem wird dabei unnötiger Protokoll-Overhead vermieden.
SRTP - Secure Realtime Transport Protocol
Nach dem Verbindungsaufbau mit SIP, SIPS oder H.323 werden die Sprachdaten mit RTP übertragen. Diese Datenpakete können von einem Dritten mitgeschnitten oder herausgeschnitten werden. Dadurch kann die Gesprächsverbindung belauscht oder manipuliert werden. Mit SRTP werden die Sprachdaten verschlüsselt. Das Abhören ist dann nicht mehr möglich.
Weitere verwandte Themen:
- VoIP - Voice over IP
- SIP - Session Initiation Protocol
- H.323
- TCP - Transmission Control Protocol
- UDP - User Datagram Protocol




