{"id":3951,"date":"2019-07-03T06:44:40","date_gmt":"2019-07-03T04:44:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/news\/?p=3951"},"modified":"2019-07-03T08:44:58","modified_gmt":"2019-07-03T06:44:58","slug":"lpwan-vs-mobilfunk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/news\/lpwan-vs-mobilfunk\/","title":{"rendered":"LPWAN vs. Mobilfunk"},"content":{"rendered":"<p>Beim Aufbau eines Sensor-Netzwerks hat man die Wahl zwischen LTE-basierten Mobilfunknetze und LPWAN-Funktechniken.<\/p>\n<h3>Eigenschaften Mobilfunk<\/h3>\n<ul>\n<li>Das Sicherheitsniveau der LTE-basierten Standards ist h\u00f6her als bei LPWAN-Funktechniken. Beim Verbindungsaufbau werden die Sicherheitsmerkmale der SIM-Karte mitverwendet. Das macht Verwechslungen unm\u00f6glich.<\/li>\n<li>Mobilfunk-Verbindungen \u00fcber exklusive Frequenzen sind weniger st\u00f6ranf\u00e4llig.<\/li>\n<li>Die Betriebskosten erscheinen \u00fcberschaubar. Die Tarife haben mehrj\u00e4hrige Laufzeiten, enthalten gen\u00fcgend Volumen f\u00fcr IoT-Zwecke und kosten pro Ger\u00e4t wenige Euro.<\/li>\n<li>LTE-basierte Mobilfunktechniken stellen den besten \u00dcbertragungsweg f\u00fcr den Redundanz- und R\u00fcckmeldekanal von Alarmierungsnetzen dar. Sie sind robuster, zuverl\u00e4ssiger, sicherer und flexibler.<\/li>\n<li>Mobilfunktechniken bieten die h\u00f6chsten \u00dcbertragungsrate.<\/li>\n<li>Der LTE-basierte Mobilfunk verbraucht generell mehr Energie, da in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden eine Synchronisation mit dem Netz erfolgen muss und l\u00e4ngere Tiefschlafphasen der Funkmodule nicht vorgesehen ist.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Eigenschaften LPWAN<\/h3>\n<ul>\n<li>Netzverbindungen f\u00fcr Ger\u00e4te oder Anlagen, die urspr\u00fcnglich nicht als vernetzungsf\u00e4hig geplant waren.<\/li>\n<li>Die Latenz ist mit 1,4 bis 10 Sekunden sehr hoch und deshalb nicht f\u00fcr zeitkritische Anwendungen und Echtzeit-Systeme geeignet.<\/li>\n<li>F\u00fcr mobile Anwendungen kann man die Technik nur beschr\u00e4nkt nutzen, weil das Handover fehlt, also die gleitende Weitergabe einer Verbindung von Zelle zu Zelle.<\/li>\n<li>LoRaWAN erlaubt einen sehr g\u00fcnstigen Aufbau von Private Networks.<\/li>\n<li>Wenn \u00f6ffentliche Netze nicht verf\u00fcgbar sind, dann lassen sich eigene Systeme mit lizenzfreien Funktechniken einsetzen.<\/li>\n<li>Ein lizenzfreies LPWAN ist nicht daf\u00fcr ausgelegt, eine l\u00fcckenlose Mobilit\u00e4t bei hohen Geschwindigkeiten zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Es spricht viel daf\u00fcr, dass sich die beschriebenen Funktechniken eher komplement\u00e4r und nicht im Verdr\u00e4ngungswettbewerb entwickeln.<br \/>\nSpeziell f\u00fcr IoT-Anwendungen entwickelte und aufgebaute LPWAN-Funknetze, werden aber nur f\u00fcr spezielle Anwendungen eine Rolle spielen. Der gro\u00dfe Sprung steht hier noch bevor. Hier k\u00e4mpfen mehrere Standards und Implementierungen um Marktanteile und Aufmerksamkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Aufbau eines Sensor-Netzwerks hat man die Wahl zwischen LTE-basierten Mobilfunknetze und LPWAN-Funktechniken. Eigenschaften Mobilfunk Das Sicherheitsniveau der LTE-basierten Standards ist h\u00f6her als bei LPWAN-Funktechniken. Beim Verbindungsaufbau werden die Sicherheitsmerkmale der SIM-Karte mitverwendet. Das macht Verwechslungen unm\u00f6glich. Mobilfunk-Verbindungen \u00fcber exklusive Frequenzen sind weniger st\u00f6ranf\u00e4llig. Die Betriebskosten erscheinen \u00fcberschaubar. 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