{"id":3897,"date":"2019-04-10T06:43:02","date_gmt":"2019-04-10T04:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/news\/?p=3897"},"modified":"2020-05-13T14:25:02","modified_gmt":"2020-05-13T12:25:02","slug":"tantal-elko-nicht-geeignet-zum-abblocken-der-dc-betriebsspannung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.elektronik-kompendium.de\/news\/tantal-elko-nicht-geeignet-zum-abblocken-der-dc-betriebsspannung\/","title":{"rendered":"Tantal-Elko nicht geeignet zum Abblocken der DC-Betriebsspannung!"},"content":{"rendered":"\n<p>Es sind in der Zwischenzeit mehr als drei Jahrzehnte vergangen, seit man weiss, dass sich Tantal-Elkos nicht eignen zum Abblocken von St\u00f6rspannungen in der DC-Betriebsspannung von elektronischen Schaltungen. Die parasit\u00e4re Induktivit\u00e4t von Tantal-Elkos ist zwar recht niedrig, aber das niederohmige Ein- und Ausschalten der DC-Spannung vertr\u00e4gt der Tantal-Elko nicht. Zerst\u00f6rung des Tantal-Elko ist die Regel. Man kann dann Gl\u00fcck haben, dass nichts passiert, wenn die Nennspannung des Tantal-Elko deutlich h\u00f6her ist, als die DC-Betriebsspannung. Wegen den geringen Verlusten eignen sich Tantal-Elkos f\u00fcr Oszillatoren, Taktgeber und Timerschaltungen, speziell f\u00fcr niedrige Frequenzen bzw. lange Zeiten, wenn an Pr\u00e4zision keine all zu grossen Anspr\u00fcche gestellt werden.<\/p>\n<p>Nehmen wir als Beispiel das Titelbild mit der Schaltung eines retriggerbaren Monoflops. Es eignet sich daf\u00fcr nur die CMOS-Version des 555-Timer-IC, z.B. den LMC555 oder den TLC555. Da gen\u00fcgt zum Abblocken an der DC-Betriebsspannung einen kleinen Keramik-Kondensator (Kerko) mit einer Kapazit\u00e4t von 100 nF. Kommt f\u00fcr eine andere Anwendung der bipolare Oldy NE555 zum Einsatz, ist der 100-nF-Kerko ebenso korrekt in der N\u00e4he der Betriebsspannung-Pins, jedoch parallel dazu ben\u00f6tigt es einen Elko mit etwa 10 \u00b5F, um die Stromspitzen beim Umschalten der Endstufe sicher &#8222;aufzufangen&#8220;. Ein Tantal-Elko w\u00e4re da Fehl am Platz.<\/p>\n<p>Bei sonstigen digitalen und analogen Schaltungen\u00a0 gen\u00fcgen meist 100-nF-Kerkos. Abweichendes ist teilweise in den Applicationnotes von Datenbl\u00e4ttern vermerkt. Elkos kommen oft auch zum Einsatz, h\u00e4ufig zusammenfassend mit grossen Schaltteilen am Eingang der DC-Betriebsspannung auf der Printplatte. Mehr zum Thema Tantal-Elko liest man im Link 1. Link 1 ist Teil von Link 2 und Link 3 ist der Elektronik-Minikurs von dem das Titelbild (aus Bild 8) ist.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\/public\/schaerer\/ureg3pin.htm#tantal_elko\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link 1: Warum kein Tantalelko verwenden?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"\/public\/schaerer\/ureg3pin.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link 2: Integrierte fixe und einstellbare 3-pin-Spannungsregler&#8230;.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"\/public\/schaerer\/retr555.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link 3: 555-CMOS-Monoflop: Re-Triggerbar!<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind in der Zwischenzeit mehr als drei Jahrzehnte vergangen, seit man weiss, dass sich Tantal-Elkos nicht eignen zum Abblocken von St\u00f6rspannungen in der DC-Betriebsspannung von elektronischen Schaltungen. 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