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Zugentlastung mit Kabelverschraubungen (Elektronik)
Bei uns werden leider jede Menge Kämpfe ausgeführt.
Das hat für mich schon vor über 20 Jahre begonnen weil ich erkannt habe, dass die betriebliche Organisation eine Vollkatastrophe ist.
Unsere aktuelle VEFK steht vor dem Dilemma dies der Leitung vermitteln zu wollen, aber dem gegenüber stehen Sparzwänge seitens der Stadt (keine Personalaufstockung , Anschaffung von Arbeitsmitteln, Durchführung von Weiterbildungen etc). Das mündet in der Tatsache, dass Bestellungen auf Spitz ausgeführt werden: 16 Verschraubungen M20 werden gebraucht - und auch nur so viele bestellt. Bei über 50 EfKs, die als solche nicht einmal bestellt sind, weil solche Formalien bislang für völlig überbewertet wurden, steht nun die Umsetzung der Maschinenverordnung ins Haus. Der vernünftigste Rat an unsere VEFK wäre, den Job hinzuwerfen um der Mitverantwortung zu entgehen.
Mittlerweile versucht unser TD (Stufe nach dem Geschäftsführer) (der angeblich Anlagenverantwortlicher ist) die Umsetzung der Maschinenverordnung auf die Einzelabteilungen abzuwälzen.
Keine davon ist IMHO in der Lage das zu leisten, Schulungen die von unserer VEFK vorgeschlagen wurden (die natürlich Geld kosten) werden ignoriert.
Man glaubt wohl sowas aussitzen zu können und im worst case mal eben mit Word und Excel das aufarbeiten zu können. Und natürlich ein paar Messungen, und schon wäre man aus dem Schneider. Zu keinem der Eigenbauten existieren Dokus geschweige denn Schaltpläne und all das was in einem ordentlichen Betrieb erstellt wird.
Keine Kontrollinstanzen, keine Treffen bei der Fragen geklärt werden. Mein Vorschlag nach einem runden Tisch scheitert am Interesse und Kollegen die hierin einen Sinn sehen.
Also werde ich dem Rat meiner Frau folgen und die Zeit bis zur Rente die Füße still zu halten. Nach mir die Sinnflut, zumal ich ja eh nichts zu sagen habe. Hoffentlich gelingt mir das. Es tut weh zu sehen wie unser Berufsstand derart durch den Dreck gezogen wird.
Gruß
Ralf
» Du bist übrigens nicht der Einzige, der diese Kämpfe führt. Bei uns gibt
» es praktisch an jeder Maschine hydraulische Spannagregate. Die werden
» geliefert mit 3m Ölflex, daran ein Gehäuse mit einem Drehschalter und
» einer Kontrolleuchte. Auf dem Aggregat gibt es 2 Magnetventile Nun haben
» wir Maschinen mit Palettenwechsel und andere wo die Werkstücke im
» Arbeitsraum gewechselt werden. Bei den Maschinen ohne Palettenwechsel sind
» die Hydraulikschläuche permanent angeschlossen und ich habe einen Schalter
» mit 2 Stellungen Spannen/Lösen. Mit Palettenwechsel werden die 2
» Schläuche abgekoppelt und der Schalter braucht 3 Stellungen
» Spannen/Drucklos/Lösen, weil beim an und Abkoppeln Drucklos sein muss. Als
» ich Anfing in der Firma wurden die Aggregate permanent hin und her
» getauscht. und ich habe 2x die Woche die Schalter getauscht. die
» bedienpulte hingen irfendwo rum, die Leitungen lagen in der
» Ölauffangwanne. Irgendwann kamen dann mal 12 neue Maschinen und ich musste
» meinen Chef förmlich beknieen, die Pulte fest zu montieren, das Kabel fest
» durch Kanäle in der Maschine zu verlegen und an die Aggregate solche
» Harting Stecker zu bauen. Da kam dann sofort, so ein Stecker kostet 10€
» und wir haben 150 Aggregate. Das kostet also 1500€. Ich hab dann gesagt,
» hier sind 12 Maschinen, die je 100000€ kosten und 12 Spannaggregate a
» 2000€, da kommt es auf 20 Stecker a 10€ nicht an. und dann machen wir
» das immer bei einem neuen Aggregat, und bei jedem das repariert wird. 10
» Jahre später gab es kein Aggregat mehr ohne Stecker und in 99% der
» Maschinen sind auch die Kabel ordentlich verlegt. Bei 50% der Maschinen
» gibt es auch das einfache Pult nicht mehr sondern so eine Kiste
»
» 
»
» An der Seite sind die 2 Leuchttaster für Spannen und lösen. Und die Logo
» sorgt für diverse Zusatzfunktionen Anfangs ging es mal darum, das man vor
» dem Spannen noch eine Hilfsvorrichtung einlegen musste, die die Werkstücke
» mit Druckluft zentriert und dann spannt. Dann kam eine Auflagekontrolle
» dazu, die kontrolliert, ob das Teil richtig eingelegt ist. An den Maschinen
» ohne Palettenwechsel gab es schon immer einen Druckschalter in der Spannen
» Leitung, Ohne Druck lässt sich die Maschine nicht starten. Das ging bei
» den Maschinen mit Palettenwechsel natürlich nicht. Als dann 2016 unsere
» hoch motivierten ausländischen Fachkräfte bei uns anfingen, schafften die
» es in 2 Wochen 3x nicht zu spannen und jedes Mal waren Werkzeuge für
» 6000€ im Eimer. Ergo musste da auch schnell eine Überwachung dran. Die
» Logo stoppt hier beim 1.Mal spannen die Zeit, die das Aggregat pumpt bei
» jeder Palette und will das dann mit einer Toleranz jedes mal wieder haben,
» sonst wird der Palettenwechsel nicht frei gegeben. Neuerdings gibt es auch
» Teile, da wird das Spannen kontrolliert, die Auflagekontrolle mit Druckluft
» und an der Vorrichtung und auf den Werkstücken sind QR-Codes und erst wenn
» beide gescannt wurden ist der Wechsel frei gegeben. Die Schaltung ist fast
» noch die Gleiche wie zu Anfang, nur das Programm wurde immer umfangreicher.
» Die ersten Ablaufsteuerungen habe ich damals noch mit Relais gemacht, hat
» alles zusammen keine 50€ gekostet. Meinen Chef zu überzeugen 200€ für
» die Logo + 50 fürs Gehäuse locker zu machen, war auch nicht einfach. Aber
» mittlerweile hat er wohl verstanden, das da ziemlich viel Weitblick drinnen
» steckt.
» Übrigens die ersten Bedienpulte waren mit 5 Adern angeschlossen. Die
» Buchsen hatten 7 pins+Pe ich hab noch 2 Adern mehr vorgesehen , die das
» Pumpenschütz unterbrechen. Das Abschalten der Pumpe wird heute auch
» genutzt von der Logo. Schadet also nichts etwas weiter zu denken. Gestern
» habe ich wieder so eine Platine bestückt letzte Woche Platinen geäzt. ![]()
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