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Trafo oder Monstertrafo, das ist hier die Frage... (Elektronik)

verfasst von Sel(R), Radebeul, 20.09.2020, 17:58 Uhr
(editiert von Sel am 20.09.2020 um 18:06)

» » 2x 12 Volt bei je 25 Ampere

» ja, da kommt man in Bereiche, wo das Wickeln Feinmechanik mit
» entsprechenden Toleranzen wird. Ich gehe mal davon aus, dass der Kern so um
» die 600-700 VA schafft, da kommt man dann auf einen Wirkungsgrad von um 94%
» mit etwa 0,7V / Windung. Überschlägt man das jetzt, dann ist Dein
» Differenzstrom von 18A schon mit einem Bruchteil einer Windung (grob
» könnten das 1/2 bis 1/4 Windung ausmachen.) möglich - je nach Kern und
» Bauart. Hast Du mal die Spannungen gemessen? Meine Schätzung beruht auf
» "alten" Kernmaterialien (60er Jahre).

Stimmt alles soweit, ganz genau wie du es beschreibst. Wirkungsgrad kommt jedoch locker über 95% (Bauform ist M-Kern ähnlich, irgendwas Spezielles). Wenn ich das richtig damals gesehen habe, dann waren die Wicklungen direkt übereinander, je eine Lage. Vielleicht war auch eine Wicklung 1/4 Windung kleiner, kann sein. Der Trafo war gut vergossen (echt wasserdicht), habe nur anhand der Drahtaustritts aus dem Wickelkörper etwa so die Wicklungen erahnen können. Aber auch der winzige Unterschied der ohmschen Widerstände der Kupferwicklungen dürfte eine Rolle gespielt haben.

Habe das damals mit einem Widerstand gelöst, hing ja eine relativ konstante Last dran (Heizung 12V/500W). Also Widerstand.... Ein wenig dicker Eisendraht wars, Länge entsprechend ausprobiert. Geschalten wurde das Monster von Heizung über ein Relais (netzseitig). Die Heizung mit Lüfter dran sollte in einen LKW. Der Fahrer hatte es satt immer den Motor laufen lassen zu müssen auf dem Parkplatz, früh zu Arbeitsbeginn im Fuhrpark vom Betrieb. Die Fahrzeuge damals hatten keine Standheizung (war zu Zeiten der DDR). Aber einen warmen Hintern, nebst warmen Führerhaus, das solte früh morgends schon sein. So kam der Trafo in den LKW und eine (mechanische!) Zeitschaltuhr. Es gab damals eben keine andere Lösung. Vorhanden war eben nur genau diese Uhr, diese Heizung und dieser Trafo. Mußte man halt irgendwie was draus machen... :-D Klar war das eine Zeitbombe, aber wen hat das damals interessiert? Und Diesel war schon irgendwie teuer. Außerdem konnte der Fahrer dann 20 Minuten zu Hause länger pennen :-D

LG Sel

Edit: Drei Jahre nach dem Einbau wurde der LKW nach einem brachialen Unfall verschrottet (ist seitlich einen Hang runtergekullert, dem Fahrer passierte zum Glück nichts). Die Zeitschaltuhr und den Trafo habe ich damals retten können, liegt heute noch bei mir in der Bastelkiste. Die schöne Heizung leider nicht, da war wirklich einer schneller als ich :-(

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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.



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