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DIE ZEIT IST REIF FÜR KI-DISRUPTIONEN (Computertechnik)

verfasst von Hartwig(R), 14.09.2020, 11:11 Uhr

Hallo,
» Von "Intelligenz" sind die heutigen Geräte noch Lichtjahre entfernt (ok,
» ein Lichtjahr ist was anderes...). Ich würde immer nur noch von einem sich
» selbst optimierenden Vorgang sprechen. Mehr nun wirklich nicht. Der
» Inschenör gibt vor was rauskommen soll, legt den Weg dahin fest und
» schmeißt die Rohstoffe in die Maschine. Die rührt das Zeug um, bastelt den
» Endstoff, fertig.

Wenn ein Sprecher des DFKI in etwa diese Aussage machte:

"KI kann den Anwender konstruktiv unterstützen, aber nicht kreativ ersetzen"

geht es bei dem, was hier als KI diskutiert wird, nicht primär um Kreativität. Kreativität und Intelligenz korrelieren zwar im Grundbereich, nur weiß man mittlerweile, dass sehr kreative Individuen nicht unbedingt auch sehr intelligent sein müssen, umgekehrt ist es offenbar ebenso.

»
» Das ist für Intelligenz zuwenig.

OK, das ist Deine Meinung. Ich kenne da keine quantitative Definition, also kann ich es nicht diskutieren.

» Selbst wenn mich auf dem Bildschirm einer
» angrinst und auf meine Fragen irgendwie antworten kann, dieser Typ wählt
» auch nur aus vorhandenen Möglichkeiten aus. Zugegeben, schneller als je ein
» Mensch das könnte. Und das ist immer noch keine Spur von Intelligenz.

unterschätze "social engineering" nicht ..,.. Fragen nach Datenbank bearbeiten war gestern. Die Umsetzung - da hast Du Recht - ist eine andere Sache.
»
» Das wird erst, wenn ich ein Problem habe und die Maschine mein Problem
» selbstständig löst. Also beispielsweise die Rohstoffe aussucht, sich diese
» liefern läßt, dann selbst die Fertigung baut (vielleicht auch mittels
» Druckverfahren notwendige Teile herstellt), die notwenige Hilfsmaschine
» zusammenbaut und dann letztendlich das Produkt fertigt. Oder eben bei einem
» theoretischen Problem sich selbst die Lösungsformel erarbeitet, diese
» überprüft, anwendet und das Ergebnis fachgerecht kritisiert.
»
» Intelligenz ist für mich etwas Neues erschaffen, bestimmte Sachen
» (Naturgesetze...) kreativ anwenden und fürs Problem zurecht"zimmern",
» letztendlich eben die natürliche Evolution (egal ob technisch, biologisch
» oder auch anders) beschleunigen. Eine konkrete Aufgabe selbstständig lösen,
» wenn das nicht mit vorhandenen Mitteln möglich ist, dann eine
» Ausweichvariante finden und damit zum Ziel kommen. Diese Aufgaben löst
» derzeit keine einzige KI und wird es auch in absehbarer Zeit nicht tun.
»
» Bestes Beispiel ist (weils das so schön veranschaulicht) wenn eine KI ein
» komplettes Ökosystem im Weltall am laufen hält, sich bei Fehlern und/oder
» Defekten um eine Lösung kümmert UND dieses Ökosystem optimiert für die
» jeweilige Aufgabe.
» Oder wenn eine KI am Meeresgrund/Gebirge/Mond/Asteorit oder sonstwo nach
» Rohstoffen sucht, diese analysiert, auf mögliche Umweltbelastung oder
» Schäden an der Natur/dem natürlichen Ökosystem/Umwelt achtet beim Abbau, ja
» sogar vor dem Abbau die Sache daraufhin prüft. Dann den Abbau mittels
» eigens dafür entwickelte und an die örtliche Situation angepasste Maschinen
» vornimmt, die Rohstoffe in grundverarbeiteter Form letztendlich abholbereit
» zur Verfügung stellt. Genau hier denke ich, werden erste KI´s entstehen,
» also Rohstoffe vom Mond oder Vorbereitung der "Besiedlung" vom Mars. Denn
» hier werden gigantische Geldbeträge derzeit zur Verfügung gestellt und
» irgendwie ist das zur Zeit "in".
»
» Das solch eine "Borg"-Maschine ein geldverschlingendes Unterfangen ist, das
» ist klar. Waren die ersten superteuren Großrechner ja auch... Heute kann
» jedes Handy mehr und schneller rechnen als die Großrechner vor vielleicht
» 50..60 Jahren. Oder die Entwicklung der Speichermedien. Wo heute Terabytes
» draufpassen, gingen vor paar Jahrzehnten nur wenige 100 Byte (oder Bit, je
» nachdem) drauf bei wesentlich verringertem Energiebedarf.
»

Will man sich mit den Möglichkeiten der KI oder anderer neuen Technologien auseinandersetzen, dann führt es nach meiner Meinung zu nichts, beliebige Entwicklungsziele aus aus Science Fiction oder utopische Fähigkeiten als Vergleichsmaßstab anzusetzen. Sinnvoller fände ich es, den Ist-Zustand zu nehmen und von dort die Entwicklung zu verfolgen und versuchen, zu extrapolieren. Es stellt sich die Frage, was man mit den Mögtlichkeiten der KI besser lösen kann als mit bisherigen Mitteln. Das wäre der technische Aspekt. Dann die Frage: "will man das wirklich?" und "wer bezahlt das?" Und da genau liegt das Potenzial. Kennt man das, kann man vielleicht extrapolieren und sich über die Zukunft Gedanken machen. Überraschungen - auch in Form disruptiver Technologien - sind immer zu erwarten ;-)

Grüße
Hartwig
»



Gesamter Thread:

DIE ZEIT IST REIF FÜR KI-DISRUPTIONEN - schaerer(R), 11.09.2020, 18:29 (Computertechnik)
DIE ZEIT IST REIF FÜR KI-DISRUPTIONEN - JBE(R), 11.09.2020, 19:03
DIE ZEIT IST REIF FÜR KI-DISRUPTIONEN - matzi682015(R), 11.09.2020, 21:53
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DIE ZEIT IST REIF FÜR KI-DISRUPTIONEN - Hartwig(R), 14.09.2020, 11:11
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