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A_Freak

12.09.2023,
12:27
 

Frage zum "State Variable Filter" (Elektronik)

Moin Moin

Ich plane im Grund eine Platine mit frei einstellbaren Aktiv-Audio-Filtern wo ich Tiefpaß und Hochpaß mit einstellbarer Grenzfrequenz und Güte haben möchte

Üblich wären da ehr Sallen-Key-Filter aber die lassen sich nicht so leicht mit Potis in den Parametern einstellen. Da wäre so ein "State Variable Filter" sehr interresant, zumal ich den gleichen Block wahlweise als Hochpaß und Tiefpaß verwenden kann wenn ich umschalte welchen Ausgang ich abgreife.

Hat diese Topologie irgendwelche nicht-offensichtichen Nachteile? Die Mehrkosten für einen zusätzlichen TL072 sehe ich jetzt nicht als Hindernis :)

ArndM

13.09.2023,
08:43

@ bigdie

Frage zum "State Variable Filter"

» Gibt es heute für so etwas nicht irgendwelche Soundprozessoren.
» Bin aus der Bühnentechnik lange raus, aber heute rennt der Techniker mit
» dem Tablet durch den Saal und stellt damit alle Regler vom Mischpult, was
» dann meist auch kein echtes Poti mehr hat sondern einen großen Monitor mit
» Touchscreen
» Und irgendwie kann ich nicht glauben , das dann da drin der komplette
» Signalweg noch analog ist

Könnte A_Freak für "Analog Freak" stehen?

Altgeselle(R)

E-Mail

12.09.2023,
19:41

@ bigdie

Frage zum "State Variable Filter"

» Gibt es heute für so etwas nicht irgendwelche Soundprozessoren.
» Bin aus der Bühnentechnik lange raus, aber heute rennt der Techniker mit
» dem Tablet durch den Saal und stellt damit alle Regler vom Mischpult, was
» dann meist auch kein echtes Poti mehr hat sondern einen großen Monitor mit
» Touchscreen
» Und irgendwie kann ich nicht glauben , das dann da drin der komplette
» Signalweg noch analog ist

Natürlich wird das heute voll digital mit DSPs usw. gemacht.
Aber A_Freak erwähnte den TL072...

ingo

E-Mail

12.09.2023,
18:32

@ bigdie

Frage zum "State Variable Filter"

DSP war auch mein erster Gedanke. Preiswert, zuverlässig, leicht zu programmieren.
Wird z. B. hier verwendet.

https://m.youtube.com/watch?v=XEspOD1NHr0

Gruß Ingo

Thomas Kuster(R)

12.09.2023,
17:56

@ bigdie

Frage zum "State Variable Filter"

Hallo bigdie
genauso ist es: Die meisten Filterungen,Lautstärkeeinstellungen werden heute mit DSP's gemacht : Einmal programmiert sind die in der Massenfertigung günstiger als hochwertige Potis in analogen Schaltungen. Zudem können mit DSP's Filter realisiert werden, welche mit analoger Schaltungstechnik gar nicht realisierbar sind, zum Beispiel Kerbfilter mit unendlich steilen Flanken. Auch Delays und Halleffekte lassen sich realisieren Die Geräte unterscheiden sich nur noch in ihrer Abtastrate, auch die eingesetzten AD- und DA-Wandler können viel zur Signalqualität beitragen. So haben gute moderne Audigeräte immer noch recht stolze Preise.
Mit vielen freundlichen Grüssen Thomas

matzi682015(R)

E-Mail

Aachen,
12.09.2023,
17:30

@ bigdie

Frage zum "State Variable Filter"

» Gibt es heute für so etwas nicht irgendwelche Soundprozessoren.
» Bin aus der Bühnentechnik lange raus, aber heute rennt der Techniker mit
» dem Tablet durch den Saal und stellt damit alle Regler vom Mischpult, was
» dann meist auch kein echtes Poti mehr hat sondern einen großen Monitor mit
» Touchscreen
» Und irgendwie kann ich nicht glauben , das dann da drin der komplette
» Signalweg noch analog ist

Von Signalprozessoren habe ich schon einmal gehört.

--
greets from aix-la-chapelle

Matthes :hungry:

bigdie(R)

12.09.2023,
17:00

@ Altgeselle

Frage zum "State Variable Filter"

Gibt es heute für so etwas nicht irgendwelche Soundprozessoren.
Bin aus der Bühnentechnik lange raus, aber heute rennt der Techniker mit dem Tablet durch den Saal und stellt damit alle Regler vom Mischpult, was dann meist auch kein echtes Poti mehr hat sondern einen großen Monitor mit Touchscreen
Und irgendwie kann ich nicht glauben , das dann da drin der komplette Signalweg noch analog ist

Altgeselle(R)

E-Mail

12.09.2023,
16:08
(editiert von Altgeselle
am 12.09.2023 um 16:15)


@ Eierschale

Frage zum "State Variable Filter"

» » » Moin Moin
» » »
» » » Ich plane im Grund eine Platine mit frei einstellbaren
» » Aktiv-Audio-Filtern
» » » wo ich Tiefpaß und Hochpaß mit einstellbarer Grenzfrequenz und Güte
» » haben
» » » möchte
» » »
» » » Üblich wären da ehr Sallen-Key-Filter aber die lassen sich nicht so
» » leicht
» » » mit Potis in den Parametern einstellen. Da wäre so ein "State Variable
» » » Filter" sehr interresant, zumal ich den gleichen Block wahlweise als
» » » Hochpaß und Tiefpaß verwenden kann wenn ich umschalte welchen Ausgang
» » ich
» » » abgreife.
» » »
» » » Hat diese Topologie irgendwelche nicht-offensichtichen Nachteile? Die
» » » Mehrkosten für einen zusätzlichen TL072 sehe ich jetzt nicht als
» » Hindernis
» » » :)
» »
» » Hallo,
» » im Netz gibt es viele gute Seiten mit Informationen
» » zu State Variable Filtern.
» » Ich beziehe mich mal auf diese:
» » https://www.electronics-tutorials.ws/filter/state-variable-filter.html
» » Schwierigkeiten gibt es, wenn die Parameter (Grenzfrequenz, Güte...)
» » stufenlos und möglichst unabhängig voneinander einstellbar sein sollen.
» » Man benötigt Stereo-Potentiometer mit gutem Gleichlauf für die
» » Widerstände an den Integrator-OPs.
» » Die Änderung der Parameter über dem Drehwinkel ist nichtlinear.
» » Logarithmische und sogar antilogarithmische Potis wären
» » günstig, sind aber kaum zu bekommen.
» »
» Wie wäre es mit elektronischen Potis?
»
» https://www.digikey.de/de/articles/the-fundamentals-of-digital-potentiometers

In der Schaltung werden die Potis nicht als Spannungsteiler sondern
als einstellbare Widerstände "RHEOSTAT MODE" geschaltet.
Beispiel: https://www.mouser.de/datasheet/2/609/AD8400_8402_8403-3119961.pdf
Leider haben gängige "Digitalpotis" eine Toleranz des Widerstandswertes
von ca. +-20%. Das ist schlechter als bei mechanischen Potis.
Als Spannungsteiler sind sie besser (ca. 1%) als mechanische Potis.

Edit: solange man nur eine Schaltung benötigt, könnte man die Digitalpotis
paarweise selektieren. Ich denke immer gleich an die Serie...

Eierschale(R)

12.09.2023,
15:21

@ Altgeselle

Frage zum "State Variable Filter"

» » Moin Moin
» »
» » Ich plane im Grund eine Platine mit frei einstellbaren
» Aktiv-Audio-Filtern
» » wo ich Tiefpaß und Hochpaß mit einstellbarer Grenzfrequenz und Güte
» haben
» » möchte
» »
» » Üblich wären da ehr Sallen-Key-Filter aber die lassen sich nicht so
» leicht
» » mit Potis in den Parametern einstellen. Da wäre so ein "State Variable
» » Filter" sehr interresant, zumal ich den gleichen Block wahlweise als
» » Hochpaß und Tiefpaß verwenden kann wenn ich umschalte welchen Ausgang
» ich
» » abgreife.
» »
» » Hat diese Topologie irgendwelche nicht-offensichtichen Nachteile? Die
» » Mehrkosten für einen zusätzlichen TL072 sehe ich jetzt nicht als
» Hindernis
» » :)
»
» Hallo,
» im Netz gibt es viele gute Seiten mit Informationen
» zu State Variable Filtern.
» Ich beziehe mich mal auf diese:
» https://www.electronics-tutorials.ws/filter/state-variable-filter.html
» Schwierigkeiten gibt es, wenn die Parameter (Grenzfrequenz, Güte...)
» stufenlos und möglichst unabhängig voneinander einstellbar sein sollen.
» Man benötigt Stereo-Potentiometer mit gutem Gleichlauf für die
» Widerstände an den Integrator-OPs.
» Die Änderung der Parameter über dem Drehwinkel ist nichtlinear.
» Logarithmische und sogar antilogarithmische Potis wären
» günstig, sind aber kaum zu bekommen.
»
Wie wäre es mit elektronischen Potis?

https://www.digikey.de/de/articles/the-fundamentals-of-digital-potentiometers

Altgeselle(R)

E-Mail

12.09.2023,
14:32

@ A_Freak

Frage zum "State Variable Filter"

» Moin Moin
»
» Ich plane im Grund eine Platine mit frei einstellbaren Aktiv-Audio-Filtern
» wo ich Tiefpaß und Hochpaß mit einstellbarer Grenzfrequenz und Güte haben
» möchte
»
» Üblich wären da ehr Sallen-Key-Filter aber die lassen sich nicht so leicht
» mit Potis in den Parametern einstellen. Da wäre so ein "State Variable
» Filter" sehr interresant, zumal ich den gleichen Block wahlweise als
» Hochpaß und Tiefpaß verwenden kann wenn ich umschalte welchen Ausgang ich
» abgreife.
»
» Hat diese Topologie irgendwelche nicht-offensichtichen Nachteile? Die
» Mehrkosten für einen zusätzlichen TL072 sehe ich jetzt nicht als Hindernis
» :)

Hallo,
im Netz gibt es viele gute Seiten mit Informationen
zu State Variable Filtern.
Ich beziehe mich mal auf diese:
https://www.electronics-tutorials.ws/filter/state-variable-filter.html
Schwierigkeiten gibt es, wenn die Parameter (Grenzfrequenz, Güte...)
stufenlos und möglichst unabhängig voneinander einstellbar sein sollen.
Man benötigt Stereo-Potentiometer mit gutem Gleichlauf für die
Widerstände an den Integrator-OPs.
Die Änderung der Parameter über dem Drehwinkel ist nichtlinear.
Logarithmische und sogar antilogarithmische Potis wären
günstig, sind aber kaum zu bekommen.

Grüße
Altgeselle