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Sel(R)

Radebeul,
07.06.2021,
13:06
(editiert von Sel
am 07.06.2021 um 13:11)
 

Flachtrafo ? (Elektronik)

Habe für einen kleinen Verstärker ein Netzteil gebaut (ist noch nicht ganz fertig). Der Verstärker ist in einem sehr flachen Gehäuse, sieht so an sich ganz niedlich aus.



Ich Blödmann habe allerdings vergessen (und obendrein beim Aufbau nicht bemerkt) die Höhe des Trafos zu beachten. Höhe des Trafos im Datenblatt ist ja ohne Anschlüsse (hier 32mm) angegeben. Und letztendlich muß ich genau diese kurzen Beinchen der Anschlüsse noch mit dazurechnen. So kommts, das der Trafo nun popelige 3mm zu hoch ist.



Kommt zwar im Foto nicht so rüber, der Trafo ist genau 3mm höher als der Kühlkörper. Und damit zu hoch. Säge ich jetzt die Leiterplatte auf und "versenke" den Trafo darin, so spare ich nur ca. 1,7mm an Höhe. Reicht also nicht.

Gibts ähnliche Trafos eines anderen Herstellers, welche noch flacher sind, bei gleichen Parametern (Leistung, Spannung/Strom)? Es reicht auch eine Sekundärwicklung, ich habe die Wicklungen dieses Trafos sekundär parallel geschalten. Etwas höher darf die Spannung sein (bis 24V), aber auf keinen Fall unter 18V. Und 1,3A Strom sind gradeso ausreichend, weniger sollten es nicht sein.

LG Sel

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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

Hartwig(R)

07.06.2021,
14:10

@ Sel

Flachtrafo ?

Hallo Sel,
1. Möglichkeit: Trafo sicher in der Fräsmaschine spannen und abfräsen. Ein Foto von der Oberseite hast Du ja. Da Du ja ganz vorsichtig bist, kannst Du alle Anschlüsse des Trafos verbinden und den Isolationswiderstand zwischen Maschine (Fräser) und den Wicklungen überwachen :-D , evtl die Maschine automatisch ausschalten lassen.
2. Möglichkeit (ernst gemeint): Trafo mit den Pins nach oben in der Platine versenken, evtl. auch im Gehäuseboden oder durch diesen hindurch - vielleicht ist das möglich durch Gummifüsschen unter dem Boden. Trafo mit der Platine mit 2K Kleber verkleben, Anschlüsse gut isoliert auf die Platine herunterführen. Evtl. Mech. Sicherung vorsehen, sollte der Kleber reissen.
Viel Erfolg
Hartwig

Gast

07.06.2021,
15:48

@ Sel

Flachtrafo ?

Vielleicht ein Ringkern mit 30mm?

https://www.reichelt.de/ringkerntrafo-30-va-2x-18-v-2x-0-83-a-rkt-3018-p15276.html?&trstct=pol_12&nbc=1

GerK(R)

07.06.2021,
18:09

@ Sel

Flachtrafo ?

Wie würde Forrest Gump sagen: Shit happens :allesgut:

Sel(R)

Radebeul,
07.06.2021,
19:31
(editiert von Sel
am 07.06.2021 um 19:54)


@ Hartwig

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» 2. Möglichkeit (ernst gemeint): Trafo mit den Pins nach oben in der Platine
» versenken, evtl. auch im Gehäuseboden oder durch diesen hindurch -
» vielleicht ist das möglich durch Gummifüsschen unter dem Boden.

Habe das Gehäuse unten geöffnet, damit ich den Trafo durchstecken kann. Die Platine steht aufm Kopp, ist egal. Der Kühler ist ordentlich überdimensioniert, wird nur handwarm in dieser Einbaulage.

Übrigens werkelt jetzt ein MAA723 mit Leistungstranse im Netzteil. Ein Dreibeiner als Spannungsregler wäre eng geworden (Leistung) und hat keine einstellbare Stromgrenze. Ein L200 vielleicht, doch die Leistung würde den schon ordentlich fordern. Der MAA723 hat zwar Jahrzehnte auf dem Buckel, aber er tuts eben. Und der IC ist wahnsinnig flexibel. Obendrein genau genug. Wirklich einer meiner liebsten Bausteine!

Und viel kleiner wirds auch nicht mit anderen Spannungsreglern:





Gut, ok. Ich hätte das Kolophonium noch bissel besser entfernen können. Aber das richtet eh keinen Schaden an wenns drauf bleibt.

Warum kommt man nur selten von alleine auf diese einfachste Möglichkeit? Danke! Jetzt passt das.

LG Sel

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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

Hartwig(R)

07.06.2021,
22:18

@ Sel

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

Hallo Sel,
schön, dass das passt! (das Kolophonium lasse ich auch immer drauf - wenn es sauber und nicht verbrannt ist). Solche Platzprobleme kenne ich von Umbauten - da muss man zuweilen den letzten mm rausholen.
Dann man noch viel Spaß mit dem Verstärkerbau.
Grüße
Hartwig

matzi682015(R)

E-Mail

Aachen,
08.06.2021,
00:14

@ Hartwig

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» Hallo Sel,
» schön, dass das passt! (das Kolophonium lasse ich auch immer drauf - wenn
» es sauber und nicht verbrannt ist). Solche Platzprobleme kenne ich von
» Umbauten - da muss man zuweilen den letzten mm rausholen.
» Dann man noch viel Spaß mit dem Verstärkerbau.
» Grüße
» Hartwig

Aber ist es nicht so, daß das Kolophonium hygroskopisch ist?

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greets from aix-la-chapelle

Matthes :hungry:

Hartwig(R)

08.06.2021,
00:41
(editiert von Hartwig
am 08.06.2021 um 00:47)


@ matzi682015

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» » Hallo Sel,
» » schön, dass das passt! (das Kolophonium lasse ich auch immer drauf -
» wenn
» » es sauber und nicht verbrannt ist). Solche Platzprobleme kenne ich von
» » Umbauten - da muss man zuweilen den letzten mm rausholen.
» » Dann man noch viel Spaß mit dem Verstärkerbau.
» » Grüße
» » Hartwig
»
» Aber ist es nicht so, daß das Kolophonium hygroskopisch ist?

ich habe mein Kolophonium vor Jahren aus der Apotheke bezogen wohl nach DAB. Das es hygroskopisch ist, war hier mal ein Thema, vor geschätzt 2-3 Jahren. Ich habe eine Kolophonium-"isolierte" Platine > 4 Wochen in Wasser gestellt und regelmäßig die Isolation zwischen zwei unmittelbar benachbarten Leiterbahnen gemessen - Widerstand war im 20MOhm Bereich nicht messbar, ich glaube, der lag irgendwo zwischen 500M und 1G. Habe den Versuch dann irgendwann abgebrochen.
Aber- es gibt Kolophonium auch als Industrieabfall, z.B. aus der Papierindustrie, und das soll angeblich sehr schlechte elektrische Eigenschaften haben, was das auch immer heisst.
Ausserdem habe ich mal im Datenblatt von Lot mit Kolophonium als Flussmittel - ich meine das war von Kester - gelesen, dass ein Waschen nach dem Löten nicht erforderlich ist.

matzi682015(R)

E-Mail

Aachen,
08.06.2021,
01:28

@ Hartwig

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» ich habe mein Kolophonium vor Jahren aus der Apotheke bezogen wohl nach
» DAB. Das es hygroskopisch ist, war hier mal ein Thema, vor geschätzt 2-3
» Jahren. Ich habe eine Kolophonium-"isolierte" Platine > 4 Wochen in Wasser
» gestellt und regelmäßig die Isolation zwischen zwei unmittelbar
» benachbarten Leiterbahnen gemessen - Widerstand war im 20MOhm Bereich nicht
» messbar, ich glaube, der lag irgendwo zwischen 500M und 1G. Habe den
» Versuch dann irgendwann abgebrochen.
» Aber- es gibt Kolophonium auch als Industrieabfall, z.B. aus der
» Papierindustrie, und das soll angeblich sehr schlechte elektrische
» Eigenschaften haben, was das auch immer heisst.
» Ausserdem habe ich mal im Datenblatt von Lot mit Kolophonium als
» Flussmittel - ich meine das war von Kester - gelesen, dass ein Waschen nach
» dem Löten nicht erforderlich ist.

Als Student habe ich bei einer Firma gearbeitet, AMEPA (Angewandte Meßtechnik und Prozeßautomation,) und habe Platinen bestückt, die ich dann zum Schluß mit einem Spezialschaum zur Entfernung des Flußmittels noch bearbeiten mußte, dann einwirken lassen, mit Wasser abspülen und ab in den Trocknungsofen. Ob es da nur um die Optik ging, weiß ich nicht. Jedenfalls sahen die Platinen dann viel schöner aus.

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Hartwig(R)

08.06.2021,
09:05
(editiert von Hartwig
am 08.06.2021 um 09:22)


@ matzi682015

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» . Ob es da nur um die Optik ging, weiß ich nicht. Jedenfalls
» sahen die Platinen dann viel schöner aus.
Es gibt Flussmittel und Lötprozesse, bei denen die abschließende Wäsche erforderlich ist. Das hat mit dem Aussehen wohl nichts zu tun. Es ist auch möglich, dass das Waschen erforderlich war, weil während der Fertigung Verunreinigungen entstanden - z. B. Fingerabdrücke etc. Oder die Weiterverarbeitung erforderte das. Hättest ja mal fragen können :-)

Sel(R)

Radebeul,
08.06.2021,
15:37

@ matzi682015

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» Aber ist es nicht so, daß das Kolophonium hygroskopisch ist?

Hartwig sein Versuch steht irgendwo im Forum, weit unten...

Aber selbst habe ich nie Probleme mit (gutem) Kolophonium gehabt. Meines ist vor über 35 Jahren von mir bei den Russen als ein 2kg-Klumpen gegen ne Pulle Vodka eingetauscht. Ich habe viel von dem Kolophonium schon verschenkt, jetzt habe ich noch vielleicht ein halbes Kilo rumliegen. Schlimm ist diese Lötpaste, die es teuer zu kaufen gibt. Die muß runter nach dem Löten! Ebenso säurehaltiges Zeugs wie Lötfett oder Lötwasser. Letzteres nimmt der Gas-Wasser-Scheiße-Installateur für seine Kupferrohre. Obwohl, heute wird ja eigentlich nur noch gecrimpt...

Jedenfalls ist Kolophonium unbedenklich. Ist meine Leiterplatte fertig (oder teilfertig, weil keine Lust zum Bauen mehr oder fehlendes Teil), so überstreiche ich die Leiterseite komplett mit einer Kolophoniumlösung als Schutz. Da oxydiert nix mehr blöd rum und nachfolgende Lötarbeiten gehen besser. Aber aufpassen: Das Zeugs darf nicht in Schalter oder Potis etc. laufen, das kriegt man nur extrem schwer wieder raus.

LG Sel

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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

Wolfgang Horejsi(R)

08.06.2021,
18:02

@ Sel

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

»
» Aber selbst habe ich nie Probleme mit (gutem) Kolophonium gehabt. Meines
» ist vor über 35 Jahren von mir bei den Russen als ein 2kg-Klumpen gegen ne
» Pulle Vodka eingetauscht. Ich habe viel von dem Kolophonium schon
» verschenkt, jetzt habe ich noch vielleicht ein halbes Kilo rumliegen.
» Schlimm ist diese Lötpaste, die es teuer zu kaufen gibt. Die muß runter
» nach dem Löten! Ebenso säurehaltiges Zeugs wie Lötfett oder Lötwasser.
» Letzteres nimmt der Gas-Wasser-Scheiße-Installateur für seine Kupferrohre.
» Obwohl, heute wird ja eigentlich nur noch gecrimpt...

Für Trinkwasser verwendet er natürlich nur Flussmittel und Fittingslot mit Zulassung, bei Gasleitungen wird er nur hartlöten.
Aber auch bei Heizungsrohren wird kein Lötwasser benutzt, das ist eher was für die Dachrinne.

Sel(R)

Radebeul,
08.06.2021,
21:27

@ Wolfgang Horejsi

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

Ich dachte Gas darf nur geschraubt werden? Schließlich gibts dafür extra Verbindungen. Trinkwasser, Heizung etc. kenne ich als Fall für die Crimpzange. Löten ist echt nicht mehr. Heizung ist aber auch vielfach Plastik, das wird geklebt oder geklemmt. Abwasser wird nur gesteckt. Kann sein das es für bestimmte Verbindungen andere Vorschriften gibt. Ich beobachte die genannten Sachen nur in der Praxis.

LG Sel

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matzi682015(R)

E-Mail

Aachen,
08.06.2021,
22:16

@ Hartwig

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

» » . Ob es da nur um die Optik ging, weiß ich nicht. Jedenfalls
» » sahen die Platinen dann viel schöner aus.
» Es gibt Flussmittel und Lötprozesse, bei denen die abschließende Wäsche
» erforderlich ist. Das hat mit dem Aussehen wohl nichts zu tun. Es ist auch
» möglich, dass das Waschen erforderlich war, weil während der Fertigung
» Verunreinigungen entstanden - z. B. Fingerabdrücke etc. Oder die
» Weiterverarbeitung erforderte das. Hättest ja mal fragen können :-)

es ging um die Entfernung des Flußmittels

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greets from aix-la-chapelle

Matthes :hungry:

Hartwig(R)

08.06.2021,
23:12

@ matzi682015

Flachtrafo ? Danke, super Idee!

ach nee, wirklich?