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Sel(R)

Radebeul,
01.08.2020,
15:24
(editiert von Sel
am 01.08.2020 um 15:25)
 

IGBT sicher sperren (Elektronik)

Wenn ich einen fetten IGBT mit 40...100 Volt betreibe bei Strömen bis 50 Ampere, so ist dieses Bauteil rundum am Lachen (z.B. ein SKM 200GB128D). Gebe ich 12...15 Volt ans Gate, schaltet der IGBT zuverlässig durch. Zum Sperren schiebe ich das Gate mittels Transistor auf Masse. Dann liegen aber immer noch (bedingt durch interne Widerstände) bis 1 Volt am Gate an. Theoretisch könnte diese Spannung den IGBT zum Durchschalten veranlassen. Also bei hohem Abschaltstrom, vielleicht auch bei hoher Abschaltspannung (induziert von der Last, trotz Schutzdiode) oder zusätzlich noch höheren Temperaturen.

Wenn ich jetzt statt Transistor einen niederohmigen Mosfet gegen Masse nehme, könnte ich die Situation damit verbessern. Oder ist es wirklich besser, um ganz sicher zu gehen, das Gate gegen eine negative Spannung von 8...15 Volt zu legen? Schaltet der IGBT dann auch schneller? Ich plane Schaltfrequenzen bis 25 kHz für PWM. Probiert habe ich bisher bis 5 kHz, das klappt schonmal.

LG Sel

--
******************************************
Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
06.08.2020,
10:59

@ Axel R

Die Unwissenschaft und der Homo-Capitalis

Hallo Axel

» Wenn ich das so lese fällt mir ein, dass mein EX Schwiegersohn in der
» Ausbildung zum Chemie Dr. mir von der Vorgehensweise bei Experimenten
» erzählt hat. Wenn da nicht das Ergebnis raus kam, was im Lehrbuch stand,
» wurde das so oft wiederholt bis es passte. Da hat wirklich keinen
» interessiert warum da was nicht funktioniert hat. Ist so und fertig.
» Da von Forschung der Studenten sprechen ist ein Witz.

Diese Art von Forschung ist eine Unwissenschaft. Pasta, so einfach ist das?

Unwissenschaft kommt primär dadurch zustande in dem die Unwissenschaftler entweder keine Ahnung davon haben, dass es Theorien gibt, die erklären was Wissenschaft ist oder zumindest sein soll. Man nennt dies Wissenschaftstheorie oder auch Erkenntnistheorie.

Natürlich ist auch das kein Evangelium. Es ist eine Wissenschaft über Wissenschaft und unterliegt ebenfalls der Notwendigkeit sich selbst kritisch in Frage zu stellen. Aber besser so etwas als gar nichts und die Unwissenschaft treibt faule Blüten auf Teufel komm raus.

Auch hier gilt, es ist alles relativ, - und nein, das hat Einstein nicht gesagt.

Theorien über das Wissen vom Wissen ist uralt. Gab's schon bei den alten Griechen. Wieviel man davon heute noch gebrauchen kann, keine Ahnung. Aber für diese Frage muss man glaub gar nicht zurück zu den alten Griechen.
Das selbe Kriterium gilt wohl auch für Goethe, dessen Existenz deutlich weniger weit zurück liegt.

Aus der Fast-Gegenwart ist mir der Wissenschafts- und Erkenntnistheoretiker Karl Raimond Popper ein wenig bekannt. Ein wenig, weil ein Buch zu lesen, so stellte ich schnell fast, war und ist mir (heute erst recht) zu schwierig.

Popper im Wiki:
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Popper

Ein paar wichtige Inhalte sind mir aber geblieben aus den frühen berühmten ORF2-Diskussionssendungen (wer kennt diese noch?), als er noch lebte und aus Artikeln in gewissen Zeitschriften, wie z.B. im Wissenschaftsteil in der "NEUE ZÜRCHER ZEITUNG" (NZZ). Es geht um das Prinzip der Falsifizierung. Kurz zusammengefasst: Wenn der Forschende nur gerade drauf aus ist zu verifizieren, läuft er oder sie rein in die Irrtümer. Nichts gegen das Verifizieren, weil es ist menschlich und spornt an. Aber der Forschende soll immer auch begleitend falsifizieren. So werden Irrtümer frühzeitig aufgedeckt und Korrekturen sind dann noch einfacher und auch billiger...

Ja aber, wenn man denn das schon weiss, warum falsifiziert man nicht deutlich mehr, als getan wird? Ganz einfach, das kostet Zeit. Man läuft in die Gefahr, dass die Konkurrenz gewinnt, weil die ja auch nicht falsifiziert. So lange es den Homo-Capitalis gibt, wird sich das auch nie ändern.

» Zur analogen Steuerung mit OP`s kann ich sagen, dass ich damit Anlagen mit
» vielen Antrieben sehr sauber zum Funktionieren gebracht habe. Der Aufwand
» zu Digitaltechnik war erheblich geringer und von den dann eingesetzten
» Mitarbeitern begreiflich.

Ich denke, das hat oft damit zu tun, dass die Abstraktion geringer ist. Das zeigt sich z .B. im Vergleich vom Begreifen wie ein analoges Tiefpassfilter z.B. zweiter Ordnung funktioniert. Man stelle sich das selbe im digitalen Bereich vor.....

Trotzdem soll das jetzt nicht bedeuten, dass ich denke ein digitales Tiefpassfilter z.B. zweiter Ordnung sei Quatsch. Ist es nicht, je nachdem was die Anwendung ist (Steuerung).

Ein Quasi-Zwischending ist das Switched-Capacitor-TP-Filter...

» Bei den Anlagen - Kühlwalzenantriebe - waren die
» Durchmesser nicht alle exakt gleich und die Durchmeser änderten sich durch
» die verschiedenen Temperaturen. Das Gegenstück waren in einer anderen
» Anlagenart eingesetzte FU aus Japan. Die verloren einfach mal die
» eingegebenen Parameter. Die konnten zwar viel - z.B. kritische Drehzahlen
» im Hochlauf überspringen - aber das war dann alles weg. Ganz Japan suche
» nach dem Grund und ich wurde meist in der Nacht gerufen um das alles wieder
» einzutippen. Ist einige Jahre her.

Verstehe, da kriegt man Vögel und noch ein paar Jahre dazu, landet man beim Pissiater.

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

Axel R(R)

06.08.2020,
05:06

@ schaerer

Essenziell !

» » Es geht ja nicht unbedingt darum WIE man etwas macht. Das kann man
» » erlernen, sich zeigen lassen oder sonstwie.
»
» Dabei besteht das Risiko, dass man es einfach macht, weil man's macht und
» das bleibt an der "Oberfläche" haften. Ist wie etwas auswendig lernen.
» Gedichte auswendig lernen, habe ich der Schule auf "Teufel komm raus"
» gehasst. :angry:
»
» » Es geht vom allem darum WARUM man dies und jenes so macht und nicht
» anders. Es gibt immer mehrere
» » Lösungswege für ein Problem, aber es gibt meist nur einen Weg um die
» Sache
» » effektiv und gut zu machen.
»
» Wobei man hier aufpassen muss. Ich weiss jetzt gerade kein konkretes
» Beispiel. Aber es gibt optimale Lösungswege, die mit der persönlichen
» Entwicklung zu tun haben. Soll heissen, was für mich optimal ist, muss
» nicht unbedingt für jemand anders auch optimal sein. Da spielen
» unterschiedliche Begabungen mit hinein.
»
» » Ich habe als Knirps immer nach dem "Warum" gefragt und dafür bin ich
» schon
» » mehrfach damals aus der Werkstatt geflogen. Weil ich nervte ;-)
»
» Das ist sehr dumm. Aber hast Du nicht mindestens die passend dumme Antwort
» bekommen: "Weil es so ist, pasta! Und jetzt frag nicht wieder so blöd!"
»
» » Und in der Schule? Ja, es wurde gelehrt, machte es so, und dann ist es
» richtig. Aber
» » warum so und nicht anders?
»
» Also da hatte ich Glück beim Klassenlehrer bei dem wir auch stets einen
» spannenden Physik/Chemie-Unterricht hatten. Beim
» Wasser-/Sauerstoff-Experiment hat es anständig geknallt. :-D :-P

Wenn ich das so lese fällt mir ein, dass mein EX Schwiegersohn in der Ausbildung zum Chemie Dr. mir von der Vorgehensweise bei Experimenten erzählt hat. Wenn da nicht das Ergebnis raus kam, was im Lehrbuch stand, wurde das so oft wiederholt bis es passte. Da hat wirklich keinen interessiert warum da was nicht funktioniert hat. Ist so und fertig.
Da von Forschung der Studenten sprechen ist ein Witz.

Zur analogen Steuerung mit OP`s kann ich sagen, dass ich damit Anlagen mit vielen Antrieben sehr sauber zum Funktionieren gebracht habe. Der Aufwand zu Digitaltechnik war erheblich geringer und von den dann eingesetzten Mitarbeitern begreiflich. Bei den Anlagen - Kühlwalzenantriebe - waren die Durchmesser nicht alle exakt gleich und die Durchmeser änderten sich durch die verschiedenen Temperaturen. Das Gegenstück waren in einer anderen Anlagenart eingesetzte FU aus Japan. Die verloren einfach mal die eingegebenen Parameter. Die konnten zwar viel - z.B. kritische Drehzahlen im Hochlauf überspringen - aber das war dann alles weg. Ganz Japan suche nach dem Grund und ich wurde meist in der Nacht gerufen um das alles wieder einzutippen. Ist einige Jahre her.
Gruss Axel R

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
03.08.2020,
18:28
(editiert von schaerer
am 03.08.2020 um 18:48)


@ Sel

Essenziell !

Hallo Sel,

Herzliche Gratulation für Deinen wertvollen Beitrag. Ich kann Deinen Worten nur zustimmen, weil wenn nur das Wie ohne das Warum im Fokus steht, haftet dem Inhalt Oberflächlichkeit an. Das ist genau das, was man vermeiden sollte. Im Unterschied zum Wie ist das Warum essenziell.

Warum benutze ich hier das Wort essenziell? Eine gute Antwort nimmt mir das Wiki ab, weil besser kann ich es nicht als Vergleich zum Ausdruck bringen:

Wiki: Ein essentieller Stoff ist eine chemische Verbindung,
die für einen Organismus lebensnotwendig ist und die
er nicht selbst aus anderen Nährstoffen wie Wasser,
Fetten oder Aminosäuren synthetisieren kann.

Eine indirekt gute Antwort auf das Warum als essenzieller geistiger Nährstoff für die persönliche Entwicklung (Entfaltung).

» Ein Traum für jeden Jungen (oder Mädel), wenn die sich dafür interessieren!

Das Interesse kann man wecken. Kürzlich hatte ich Besuch von zwei meiner Enkelkindern. Ich wusste es frühzeitig und so bereitete ich mich vor, dass sie selbst spielerisch erfahren konnten, wie ein EMG-Biofeedback-Gerät funktioniert. Das Grundprinzip, auf ganz leichte Art erklärt, hat der ältere Bruder verstanden. Damit gespielt hatten beide sehr gerne damit und der Grosspapi hatte eine grosse Freude an den beiden. :-D :-D :-D

» Es geht ja nicht unbedingt darum WIE man etwas macht. Das kann man
» erlernen, sich zeigen lassen oder sonstwie.

Dabei besteht das Risiko, dass man es einfach macht, weil man's macht und das bleibt an der "Oberfläche" haften. Ist wie etwas auswendig lernen. Gedichte auswendig lernen, habe ich der Schule auf "Teufel komm raus" gehasst. :angry:

» Es geht vom allem darum WARUM man dies und jenes so macht und nicht anders. Es gibt immer mehrere
» Lösungswege für ein Problem, aber es gibt meist nur einen Weg um die Sache
» effektiv und gut zu machen.

Wobei man hier aufpassen muss. Ich weiss jetzt gerade kein konkretes Beispiel. Aber es gibt optimale Lösungswege, die mit der persönlichen Entwicklung zu tun haben. Soll heissen, was für mich optimal ist, muss nicht unbedingt für jemand anders auch optimal sein. Da spielen unterschiedliche Begabungen mit hinein.

» Ich habe als Knirps immer nach dem "Warum" gefragt und dafür bin ich schon
» mehrfach damals aus der Werkstatt geflogen. Weil ich nervte ;-)

Das ist sehr dumm. Aber hast Du nicht mindestens die passend dumme Antwort bekommen: "Weil es so ist, pasta! Und jetzt frag nicht wieder so blöd!"

» Und in der Schule? Ja, es wurde gelehrt, machte es so, und dann ist es richtig. Aber
» warum so und nicht anders?

Also da hatte ich Glück beim Klassenlehrer bei dem wir auch stets einen spannenden Physik/Chemie-Unterricht hatten. Beim Wasser-/Sauerstoff-Experiment hat es anständig geknallt. :-D :-P

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

Sel(R)

Radebeul,
03.08.2020,
15:31

@ JBE

Applikationshandbuch (deutsch)

» Ich hab mein Hobby Elektronik (voher Beruflich auch ausgeführt) auf Eis
» gelegt es geht nicht mehr.
»
» Ob ich jemals damit wieder anfangen kann steht in den Sternen, meine
» Lebenspartnerin hat schon gefragt gehabt ob ich mein Haufen Bauteile
»
» die ich noch dieses jahr angeschaft habe jemals wieder gebrauchen kann, sie
» hat wohl schon geahnt das es nix mehr wird mit meinem Hobby.
»
» Auch Metallberabeitung mache ich nur noch selten, für einen bekannten der
» Modell-Spielzeug als Hobby betreibt.
»
» Also das Modell Vollumfängliche Funktionen hat wie ein Original.
»
» Warscheinlich werde ich ihn meinen Maschinenpark samt Messmittel
» vermachen.
»
» Ihn noch lehren mit den Maschinen und Messmittel umgehen zu können,
» Drehmaschine, cnc Fräsmaschine,
»
» Schleifen, Boren, Honen, Läppen usw.
»
» Sodass er sich dann selber Teile herstellen kann, Formstähle schleifen kann
» usw.

Ein Traum für jeden Jungen (oder Mädel), wenn die sich dafür interessieren! Ich hätte gerne jemanden dabei, der das lernen möchte, was sich bei mir so angesammelt hat. Besonders eben der Bereich Mechanik, Metall- und Holzbearbeitung...

Es geht ja nicht unbedingt darum WIE man etwas macht. Das kann man erlernen, sich zeigen lassen oder sonstwie. Es geht vom allem darum WARUM man dies und jenes so macht und nicht anders. Es gibt immer mehrere Lösungswege für ein Problem, aber es gibt meist nur einen Weg um die Sache effektiv und gut zu machen.
Ich habe als Knirps immer nach dem "Warum" gefragt und dafür bin ich schon mehrfach damals aus der Werkstatt geflogen. Weil ich nervte ;-) Und in der Schule? Ja, es wurde gelehrt, machte es so, und dann ist es richtig. Aber warum so und nicht anders?

Heute werden paar Zeilen Code geschrieben und manchmal funzt die Sache. Ich bin fast immer noch analog unterwegs. Da gehen viele Sachen besser, einfacher, genau genug, aber vor allem zuverlässiger. Aber eben nicht so energiesparend, universell anwendbar, klein bis winzig und fast jeder Depp kanns bauen. Ist eben analog anders. Analog ist nicht kostengünstig für Großserien, nichts für Energiesparer, dafür sehr individuell und auf den Zweck exakt zugeschnitten....

Tja, heute bestellt man sich den mehr oder weniger versierten Monteur. Der wechselt unter Zeitdruck dann ganze Baugruppen, verkauft vielleicht sogar ein neues Gerät... Obwohl da nur ein Bauelement für wenige Cent abgebruzelt ist.

LG Sel

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schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
03.08.2020,
08:13

@ JBE

IGBT sicher sperren (Silicium-Carbid = ?)

Hallo JBE,

» Tja das Märchen der Leistungslosen Ansteuerung ist halt noch sehr
» verbreitet.

Das gilt noch auf vielen andern Gebieten und ist eigentlich so ziemlich natürlich und nachvollziehbar.

Je mehr ein Mensch in seinem Leben Negatives erfahren muss, je grösser ist oft die Sehnsucht oder der Traum nach Idealem. Davor mach auch die Elektronik nicht halt....

» Und um so höher die Frequenz, um so höher der Leistungsbedarf und
» Schaltverluste.

Wobei es da noch Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Physik geben könnte, nämlich die Reduktion der relativ hohen Gate/Source-Kapazitäten von Leistungs-MOSFET oder IGBT, bei dessen Leistungs-BJT ein solcher MOSFET vorgeschaltet ist.

Ich hab mich bisher noch nicht damit befasst, aber kann es sein, dass die ganz neue Generation aus Silicium-Carbid hier einen Fortschritt bringt? :lookaround:

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

JBE

03.08.2020,
01:04

@ Sel

Applikationshandbuch (deutsch)

» https://www.semikron.com/dl/service-support/downloads/download/semikron-applikationshandbuch-leistungshalbleiter-de-2015-08-04.pdf
»
» Lohnt echt. Ist alles begreifbar beschrieben, sehr ausführlich. In Deutsch
» und kostet nix. Ca. 460 Seiten!
»
» Alle physikalischen Grundlagen der Leistungshalbleiter, Arten, Typen... bis
» hin zur Kühlung, Ansteuerung, Schutz, diverse Besonderheiten und so weiter
» :-)
»
» LG Sel

Feine Sache, irgendwo hab ich noch von Siemens Lektüre :ok:

Ich hab mein Hobby Elektronik (voher Beruflich auch ausgeführt) auf Eis gelegt es geht nicht mehr.

Ob ich jemals damit wieder anfangen kann steht in den Sternen, meine Lebenspartnerin hat schon gefragt gehabt ob ich mein Haufen Bauteile

die ich noch dieses jahr angeschaft habe jemals wieder gebrauchen kann, sie hat wohl schon geahnt das es nix mehr wird mit meinem Hobby.

Auch Metallberabeitung mache ich nur noch selten, für einen bekannten der Modell-Spielzeug als Hobby betreibt.

Also das Modell Vollumfängliche Funktionen hat wie ein Original.

Warscheinlich werde ich ihn meinen Maschinenpark samt Messmittel vermachen.

Ihn noch lehren mit den Maschinen und Messmittel umgehen zu können, Drehmaschine, cnc Fräsmaschine,

Schleifen, Boren, Honen, Läppen usw.

Sodass er sich dann selber Teile herstellen kann, Formstähle schleifen kann usw.

Sel(R)

Radebeul,
02.08.2020,
18:40
(editiert von Sel
am 02.08.2020 um 18:44)


@ JBE

Applikationshandbuch (deutsch)

https://www.semikron.com/dl/service-support/downloads/download/semikron-applikationshandbuch-leistungshalbleiter-de-2015-08-04.pdf

Lohnt echt. Ist alles begreifbar beschrieben, sehr ausführlich. In Deutsch und kostet nix. Ca. 460 Seiten!

Alle physikalischen Grundlagen der Leistungshalbleiter, Arten, Typen... bis hin zur Kühlung, Ansteuerung, Schutz, diverse Besonderheiten und so weiter :-)

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

JBE

01.08.2020,
17:58

@ Sel

IGBT sicher sperren

» » https://de.wikipedia.org/wiki/Gate-Treiber
» »
» »
» https://www.elektronikpraxis.vogel.de/igbt-treiber-5-eigenschaften-die-sie-nicht-haben-sollten-a-400132/
» »
» » https://www.industr.com/de/sicher-schalten-mit-igbt-treibern-58951
» »
» » Ich würde erst mal versuchen eine Gegentaktschaltung zu verwenden als
» » Treiber.
» »
» » Als dann auch noch eine negative Spannung vorsehen, wenn es nicht klappt
» » gegen Null zu schalten.
»
» Soweit hatte ich mich schon belesen. Ok, also baue ich eine symmetrische
» Stromversorgung noch ein und schalte mittels normalen Transistoren
» (Gegentaktschaltung). Sind kleinere Änderungen, die ich noch verkraften
» kann ;-) Damit müßte die Sache erledigt sein.
»
» Übrigens, ich habe 12V/1,5A als Netzteil vorgesehen (jetzt +/- 12V/1,5A).
» Habe festgestellt, das sowas geradeso ausreichend ist, besser wären
» 2...2,5A gewesen. Das kann ich nun aber nicht mehr ändern. Soviel zum
» Gerücht, Mosfets (oder IGBT) brauchen keine Steuerleistung... :-D
»
» LG Sel

Tja das Märchen der Leistungslosen Ansteuerung ist halt noch sehr verbreitet.
Und um so höher die Frequenz, um so höher der Leistungsbedarf und Schaltverluste.

Sel(R)

Radebeul,
01.08.2020,
17:03

@ JBE

IGBT sicher sperren

» https://de.wikipedia.org/wiki/Gate-Treiber
»
» https://www.elektronikpraxis.vogel.de/igbt-treiber-5-eigenschaften-die-sie-nicht-haben-sollten-a-400132/
»
» https://www.industr.com/de/sicher-schalten-mit-igbt-treibern-58951
»
» Ich würde erst mal versuchen eine Gegentaktschaltung zu verwenden als
» Treiber.
»
» Als dann auch noch eine negative Spannung vorsehen, wenn es nicht klappt
» gegen Null zu schalten.

Soweit hatte ich mich schon belesen. Ok, also baue ich eine symmetrische Stromversorgung noch ein und schalte mittels normalen Transistoren (Gegentaktschaltung). Sind kleinere Änderungen, die ich noch verkraften kann ;-) Damit müßte die Sache erledigt sein.

Übrigens, ich habe 12V/1,5A als Netzteil vorgesehen (jetzt +/- 12V/1,5A). Habe festgestellt, das sowas geradeso ausreichend ist, besser wären 2...2,5A gewesen. Das kann ich nun aber nicht mehr ändern. Soviel zum Gerücht, Mosfets (oder IGBT) brauchen keine Steuerleistung... :-D

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

JBE

01.08.2020,
15:32
(editiert von JBE
am 01.08.2020 um 15:50)


@ Sel

IGBT sicher sperren

» Wenn ich einen fetten IGBT mit 40...100 Volt betreibe bei Strömen bis 50
» Ampere, so ist dieses Bauteil rundum am Lachen (z.B. ein SKM 200GB128D).
» Gebe ich 12...15 Volt ans Gate, schaltet der IGBT zuverlässig durch. Zum
» Sperren schiebe ich das Gate mittels Transistor auf Masse. Dann liegen aber
» immer noch (bedingt durch interne Widerstände) bis 1 Volt am Gate an.
» Theoretisch könnte diese Spannung den IGBT zum Durchschalten veranlassen.
» Also bei hohem Abschaltstrom, vielleicht auch bei hoher Abschaltspannung
» (induziert von der Last, trotz Schutzdiode) oder zusätzlich noch höheren
» Temperaturen.
»
» Wenn ich jetzt statt Transistor einen niederohmigen Mosfet gegen Masse
» nehme, könnte ich die Situation damit verbessern. Oder ist es wirklich
» besser, um ganz sicher zu gehen, das Gate gegen eine negative Spannung von
» 8...15 Volt zu legen? Schaltet der IGBT dann auch schneller? Ich plane
» Schaltfrequenzen bis 25 kHz für PWM. Probiert habe ich bisher bis 5 kHz,
» das klappt schonmal.
»
» LG Sel

https://de.wikipedia.org/wiki/Gate-Treiber

https://www.elektronikpraxis.vogel.de/igbt-treiber-5-eigenschaften-die-sie-nicht-haben-sollten-a-400132/

https://www.industr.com/de/sicher-schalten-mit-igbt-treibern-58951

Ich würde erst mal versuchen eine Gegentaktschaltung zu verwenden als Treiber.

Als dann auch noch eine negative Spannung vorsehen, wenn es nicht klappt gegen Null zu schalten.