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Dave666(R)

10.10.2019,
09:59
 

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben? (Bauelemente)

Guten Morgen,

meine Frage steht ja im Prinzip schon im Betreff...

Welchen Widerstand sollte ein Relaiskontakt maximal haben?
Ich meine, gibt es da irgendwelche Normen, Grenzwerte o.Ä. nach denen man
festlegt wann ein Relaiskontakt "gut" oder "schlecht" ist?

Ich bräuchte das für ein Projekt, bei dem solche Kontakte geprüft werden sollen.
Es handelt sich um Printrelais die 24V Hilfsschütze schalten.

Wer kann helfen?

mfg Dave

xy(R)

E-Mail

10.10.2019,
10:03

@ Dave666

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

» Welchen Widerstand sollte ein Relaiskontakt maximal haben?
» Ich meine, gibt es da irgendwelche Normen, Grenzwerte o.Ä. nach denen man
» festlegt wann ein Relaiskontakt "gut" oder "schlecht" ist?

Das sollte im Datenblatt des Relais stehen. Wenn dem nicht so ist, dann Hersteller fragen.

Dave666(R)

10.10.2019,
10:59

@ xy

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

Ich habe es im Datenblatt gefunden. Vielen Dank für den Hinweis ;-)

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
10.10.2019,
11:09

@ Dave666

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

Hallo Dave,

» Es handelt sich um Printrelais die 24V Hilfsschütze schalten.

Zuerst mal, das was xy antwortet ist primär und wichtig!

Das das Printrelais einen Schaltschützen steuert - so verstehe ich Deinen Satz - ist der Schaltstrom dieses Printrelais relativ niedrig.

Dazu kommt noch, dass solche 230VAC-Printrelais selbst in der Lage sind, je nach Typ, bis zu 8 A bei 230 VAC zu schalten. Ich habe selbst schon solche Relais eingesetzt. So ein Relais, wenn auch nur 4 A schalten darf bei 230 VAC wäre noch immer ausreichend gut genug. Auch betreffs des Kontaktwiderstandes.

--
Gruss
Thomas

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Sel(R)

Radebeul,
10.10.2019,
12:05

@ Dave666

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

» Guten Morgen,
»
» meine Frage steht ja im Prinzip schon im Betreff...
»
» Welchen Widerstand sollte ein Relaiskontakt maximal haben?
» Ich meine, gibt es da irgendwelche Normen, Grenzwerte o.Ä. nach denen man
» festlegt wann ein Relaiskontakt "gut" oder "schlecht" ist?
»
» Ich bräuchte das für ein Projekt, bei dem solche Kontakte geprüft werden
» sollen.
» Es handelt sich um Printrelais die 24V Hilfsschütze schalten.
»
» Wer kann helfen?

Mit jedem Schalten hast du allerdings einen anderen Kontaktwiderstand. Im Laufe des Relaislebens wird dieser Kontaktwiderstand erst schnell, dann langsam immer höher. Bis der Kontakt eben nicht mehr seine Funktion erfüllen kann.

LG Sel

--
******************************************
Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

Waldi(R)

Bayern,
10.10.2019,
13:18

@ Sel

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

»
» Mit jedem Schalten hast du allerdings einen anderen Kontaktwiderstand. Im
» Laufe des Relaislebens wird dieser Kontaktwiderstand erst schnell, dann
» langsam immer höher. Bis der Kontakt eben nicht mehr seine Funktion
» erfüllen kann.
»
» LG Sel

Ein Relais ist nur bedingt im Lastkreis für hohe Ströme geeignet.
Dafür sind Schütze angedacht!

Gerade bei Leiterplattenrelais steuere ich im Lastkreis Schütze an, wenn mehr als 1A häufigst zu schalten sind.
Induktivitäten mag so ein Relaiskontakt gar nicht leiden - z.Bspl. Zeitautomat mit angeschalteten Induktivitäten.

Relaiskontakte werden oft mit 10/16A Last angegeben, was ein geschriebener Witz ist!
Der Hersteller gibt für Induktive Last 10A im Lastkreis an. Nach einigen täglichen Zyklen von ollen Leuchtstofflampen in Tiefgaragen, wobei die 10A nie erreicht werden,
hat so mancher neuzeitliche Automat/Relais die Backen aufgeblasen.
Das Einschalten ist nicht das Problem - Ausschaltungen verursachen das Dilemma der Kontakte, Kontaktbahnen.

Relais aus grauer Vorzeit, annähernd 50 Jahre, da rumpelt nix daneben, die Dinger funktionieren weiterhin ohne je ausgefallen zu sein!

--
Gruß Waldi

xy(R)

E-Mail

10.10.2019,
13:54
(editiert von xy
am 10.10.2019 um 13:55)


@ Waldi

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

» Relaiskontakte werden oft mit 10/16A Last angegeben, was ein geschriebener
» Witz ist!

Ach wo, man muss es nur richtig verstehen.


» Der Hersteller gibt für Induktive Last 10A im Lastkreis an. Nach einigen
» täglichen Zyklen von ollen Leuchtstofflampen in Tiefgaragen, wobei die 10A
» nie erreicht werden,

Leuchtstofflampen sind nicht einfach eine induktive Last.


» Relais aus grauer Vorzeit, annähernd 50 Jahre, da rumpelt nix daneben, die
» Dinger funktionieren weiterhin ohne je ausgefallen zu sein!

Ach so, "früher war alles besser".

cmyk61(R)

E-Mail

Edenkoben, Rheinland Pfalz,
10.10.2019,
14:06

@ xy

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

Zum einen ist es auch interessant für solche Überlegungen, ob es sich um ein Signal- oder Lastrelais handelt.
Dann gibt es auch noch die unterschiedlichsten Kontaktmaterialien: Neusilber, Wolfram, vergoldete Kontakte etc pp. (so wie ich in meiner Lehrzeit 2 Päckchen 0,08A-Feinsicherungen mit der Prüflampe gekillt habe...)
Dementsprechend ist auch bei einem Prüfvorgang mit Bedacht vorzugehen, denn u.U. macht man einen vergoldeten Kontakt beim Messvorgang kaputt.
Neben dem eigentlichen Kontaktwiderstand sind u.U. auch noch die Abbrandbilder von Interesse.
Hersteller können zwar Informationen über die Relais selbst geben - aber die Auswahlverantwortung liegt beim Konstrukteur der Schaltung.
Unterm Strich geht es ja wahrscheinlich darum festzustellen, ob ein Relais auszutauschen ist - oder auch nicht.
Den Kontaktwiderstand als Kriterium zu verwenden ist IMHO nicht immer die erste Wahl.
Probleme wie defekte Funkenlöschung, Fehldimensionierung (Kontakte die sich nicht freibrennen können) werden hierdurch nicht erfasst.
Auch Abbrandkrater und -spitzen sind ein Indiz für defekte Relaiskontakte - der Kontaktwiderstand kann hierbei durchaus innerhalb der Herstellertoleranz liegen.
Das Resultat von derlei Defekten sind temporäre Fehlfunktionen der Schaltung.

Ralf

» » Relaiskontakte werden oft mit 10/16A Last angegeben, was ein
» geschriebener
» » Witz ist!
»
» Ach wo, man muss es nur richtig verstehen.
»
»
» » Der Hersteller gibt für Induktive Last 10A im Lastkreis an. Nach einigen
» » täglichen Zyklen von ollen Leuchtstofflampen in Tiefgaragen, wobei die
» 10A
» » nie erreicht werden,
»
» Leuchtstofflampen sind nicht einfach eine induktive Last.
»
»
» » Relais aus grauer Vorzeit, annähernd 50 Jahre, da rumpelt nix daneben,
» die
» » Dinger funktionieren weiterhin ohne je ausgefallen zu sein!
»
» Ach so, "früher war alles besser".

Sel(R)

Radebeul,
11.10.2019,
19:18

@ cmyk61

Welchen Widerstand darf ein Relaiskontakt haben?

» Dementsprechend ist auch bei einem Prüfvorgang mit Bedacht vorzugehen, denn
» u.U. macht man einen vergoldeten Kontakt beim Messvorgang kaputt.
» Neben dem eigentlichen Kontaktwiderstand sind u.U. auch noch die
» Abbrandbilder von Interesse.

» Probleme wie defekte Funkenlöschung, Fehldimensionierung (Kontakte die sich
» nicht freibrennen können) werden hierdurch nicht erfasst.
» Auch Abbrandkrater und -spitzen sind ein Indiz für defekte Relaiskontakte -
» der Kontaktwiderstand kann hierbei durchaus innerhalb der
» Herstellertoleranz liegen.
» Das Resultat von derlei Defekten sind temporäre Fehlfunktionen der
» Schaltung.

Deswegen versuche ich bei solchen Einsatzfällen Relais mit durchsichtigem Gehäuse zu bekommen, oder Relais mit abnehmbaren Kappen. Es läßt sich wunderbar der Kontaktfunke beurteilen und es können entsprechende Schaltungsmaßnahmen auch optisch kontrolliert werden. Im industriellen Bereich ist sowas natürlich nicht machbar, aber bei der (Bastel) Einzelfertigung ziehe ich diese Methode eindeutig irgendwelchen Versuchen einer Berechnung vor.
Im Betrieb oder einer späteren Kontrolle läßt sich dann auch ohne großartige Messerei der Kontakt schnell kontrollieren und beurteilen.

Früher war alles besser, ja! Da konnte man noch verbrannte Kontakte einfach austauschen. Heute ist das manchmal zwar möglich, artet aber sicher in eine elende Fummelei aus.

LG Sel

--
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