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Sel(R)

Radebeul,
11.01.2019,
19:28
(editiert von Sel
am 11.01.2019 um 19:31)
 

mechanische Kontakte "verbessern" (Elektronik)

Hallo,

da ich elektronisch erst mal Pause machen will (muß), habe ich angefangen eine alte Zeitschaltuhr zu restaurieren. Diese läuft rein mechanisch mit Federuhrwerk. Eingebaut ist die Zeitschaltuhr in einen Belichter von einer Dunkelkammer. Ich denke ihr wißt von was ich rede: analoge Fotografie und Papierbilder.

Geschalten wurde mittels diesen Kontakten (Kontaktdurchmesser 5mm):



Früher hat man da 220 Volt AC durchgejagt, die Kontakte sehen dementsprechend aus. Auch waren die Dinger echt heiß geworden. Ich habe erst mal mit sehr feinem Schmirgelpapier das Gröbste entfernt. Beschichtet scheinen die Kontakte nicht zu sein.

Nun wollte ich diese Kontakte natürlich weiter verwenden (mechanisch wirds sonst schwer Ersatz zu basteln). Nach meinen Messungen habe ich da dran Übergangswiderstände von 0,3 bis 10 Ohm, der Zufall wills so. Ist immer unterschiedlich. Sicherlich werden die Kontakte bei geringem Strom schön rumoxydieren und letztendlich hochohmig werden, oder bei zuviel Strom vor sich hin schmorgeln. Beides nicht gut.

Also wollte ich so um die 50mA DC bei 12V durch die Kontakte schicken und damit ein Relais ansteuern, was mir dann Lasten schalten kann. Oder wäre AC besser, oder noch mehr Strom? Was meint ihr? Ich möchte keine Elektronik ins Gerät einbauen, bissel original solls ja bleiben.

Geschaltet wurden im Originalgerät mit den Kontakten bei den 220V AC bis zu 150 Watt an Glühlampen. Und das auch relativ oft, weil bei der Bilderherstellung sicher mal paar Dutzend Papierfotos hergestellt wurden. Der Umschaltkontakt schaltete zwischen Belichterlampe und einer externen Steckdose am Gerät hin- und her. Die Steckdose diente zum Anschluß einer Dunkelkammerbeleuchtung (das waren rote Lampen, so um die 25 Watt).

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

finni(R)

11.01.2019,
20:53

@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

Ich habe früher (70er) auch analog entwickelt. Die Dunkelkammerbeleuchtung habe ich dabei aber immer an gelassen. Wozu sollte man die ausschalten? Papier ist nicht für rot empfindlich, warum man diese Farbe ja gewählt hat ;)

Na egal. Ich würde die Kontakte mit einer Kontaktfeile (Feinstschlichtfeile) "freilegen" und mit Kontaktöl oder Fett etwas vor Oxydation bewahren.

xy(R)

E-Mail

11.01.2019,
21:01

@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

» Beschichtet scheinen die Kontakte nicht zu sein.

Jetzt nicht mehr...

bigdie(R)

11.01.2019,
22:11

@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

» Geschaltet wurden im Originalgerät mit den Kontakten bei den 220V AC bis zu
» 150 Watt an Glühlampen. Und das auch relativ oft, weil bei der
» Bilderherstellung sicher mal paar Dutzend Papierfotos hergestellt wurden.
» Der Umschaltkontakt schaltete zwischen Belichterlampe und einer externen
» Steckdose am Gerät hin- und her. Die Steckdose diente zum Anschluß einer
» Dunkelkammerbeleuchtung (das waren rote Lampen, so um die 25 Watt).
»
» LG Sel
Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten Filmen;-)

bigdie(R)

11.01.2019,
22:12

@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

Ansonsten, wenn du die irgendwie auseinander geschraubt bekommst, dann kein Schleifpapier sondern einen Glasfaserstift benutzen.

finni(R)

11.01.2019,
22:35
(editiert von finni
am 11.01.2019 um 22:37)


@ bigdie

mechanische Kontakte "verbessern"

» Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem
» Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten Filmen;-)

Jungspund. Oder rot/grün-Schwäche? Jetzt fühle ich mich noch älter, danke. :-D

xy(R)

E-Mail

11.01.2019,
22:37

@ bigdie

mechanische Kontakte "verbessern"

» Ansonsten, wenn du die irgendwie auseinander geschraubt bekommst, dann kein
» Schleifpapier sondern einen Glasfaserstift benutzen.

Dann gleich neue Kontakte nieten.

bastelix(R)

11.01.2019,
23:10

@ finni

mechanische Kontakte "verbessern"

» » Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem
» » Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten Filmen;-)
»
» Jungspund. Oder rot/grün-Schwäche? Jetzt fühle ich mich noch älter, danke.
» :-D
Ich kenn auch nur rotes Licht... Meine Frau musste im Studium SW-Bilder selber entwickeln; da war rotes Licht in der Dunkelkammer. Und das war erst Anfang des Jahrhunderts ;-)

Wolfgang Horejsi(R)

11.01.2019,
23:13

@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

» Nun wollte ich diese Kontakte natürlich weiter verwenden (mechanisch wirds
» sonst schwer Ersatz zu basteln). Nach meinen Messungen habe ich da dran
» Übergangswiderstände von 0,3 bis 10 Ohm, der Zufall wills so. Ist immer
» unterschiedlich. Sicherlich werden die Kontakte bei geringem Strom schön
» rumoxydieren und letztendlich hochohmig werden, oder bei zuviel Strom vor
» sich hin schmorgeln. Beides nicht gut.

Da wird wohl der Übergangswiderstand nicht zwischen den Nieten sein, sondern zwischen dem Blech und dem Niet. Ein paar Hammerschläge dürften helfen.

finni(R)

11.01.2019,
23:30
(editiert von finni
am 11.01.2019 um 23:31)


@ bastelix

mechanische Kontakte "verbessern"

» » » Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem
» » » Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten
» Filmen;-)
» »
» » Jungspund. Oder rot/grün-Schwäche? Jetzt fühle ich mich noch älter,
» danke.
» » :-D
» Ich kenn auch nur rotes Licht... Meine Frau musste im Studium SW-Bilder
» selber entwickeln; da war rotes Licht in der Dunkelkammer. Und das war erst
» Anfang des Jahrhunderts ;-)

Welches Jahrhunderts? Ich hoffe du meinst das jetzige :-D

Keks

12.01.2019,
02:31

@ xy

mechanische Kontakte "verbessern"

» » Ansonsten, wenn du die irgendwie auseinander geschraubt bekommst, dann
» kein
» » Schleifpapier sondern einen Glasfaserstift benutzen.
»
» Dann gleich neue Kontakte nieten.


Findet man tatsächlich etwas leicht im Netz, nie gedacht das es heute so etwas noch gibt.
https://www.jb-elektrotechnik.de/produkte/steuerungenersatzteile/kontaktteile/kontaktnieten.html


----
Der wird aber vermutlich nichts mit dem Nutzer JBE zu tun haben oder?

schaerer(R)

Homepage E-Mail

Zürich (Schweiz),
12.01.2019,
08:49

@ finni

mechanische Kontakte "verbessern"

» Ich habe früher (70er) auch analog entwickelt. Die Dunkelkammerbeleuchtung
» habe ich dabei aber immer an gelassen. Wozu sollte man die ausschalten?
» Papier ist nicht für rot empfindlich, warum man diese Farbe ja gewählt hat
» ;)
»
» Na egal. Ich würde die Kontakte mit einer Kontaktfeile
» (Feinstschlichtfeile) "freilegen" und mit Kontaktöl oder Fett etwas vor
» Oxydation bewahren.

Ich bin auch dieser Meinung und ein gutes Kontaktöl, das ich empfehlen kann, ist von TESLANOL Oszillin von Westfalia AG in CH. Wo es in D vertrieben wird, weiss ich nicht. Halt mit Google suchen.

--
Gruss
Thomas

Buch von Patrick Schnabel und mir zum Timer-IC NE555 und LMC555:
http://tinyurl.com/timerbuch
Mein Buch zum Operations- u. Instrumentationsverstärker:
http://tinyurl.com/opamp-instrumamp-buch

Sel(R)

Radebeul,
12.01.2019,
09:00

@ finni

mechanische Kontakte "verbessern"

» » » » Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem
» » » » Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten
» » Filmen;-)
» » »
» » » Jungspund. Oder rot/grün-Schwäche? Jetzt fühle ich mich noch älter,
» » danke.
» » » :-D
» » Ich kenn auch nur rotes Licht... Meine Frau musste im Studium SW-Bilder
» » selber entwickeln; da war rotes Licht in der Dunkelkammer. Und das war
» erst
» » Anfang des Jahrhunderts ;-)
»
» Welches Jahrhunderts? Ich hoffe du meinst das jetzige :-D

Mitte letztes Jahrhundert des vorigen Jahrtausends ;-)
Jedenfalls ist das Teil mit den Kontakten aus der Zeit.

LG Sel

--
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Sel(R)

Radebeul,
12.01.2019,
09:05

@ xy

mechanische Kontakte "verbessern"

» » Beschichtet scheinen die Kontakte nicht zu sein.
»
» Jetzt nicht mehr...

Das ist klar. Aber wenn schon Löcher reingebrannt sind ist da eh keine Beschichtung mehr vorhanden. Aber wenn du genau guggst, die Kontakte sind aus 2 Teilen bestehend, also Niet unten mit was drauf geschweißt.

LG Sel

--
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cmyk61(R)

E-Mail

Edenkoben, Rheinland Pfalz,
12.01.2019,
20:13
(editiert von cmyk61
am 12.01.2019 um 20:15)


@ Sel

mechanische Kontakte "verbessern"

Lieber Sel,

diese Kontakte sind aufgenietet.
Solche Kontaktnieten habe ich während und nach der Ausbildung bei der Post (Telekom) massenweise (vorzugsweise am Flachrelais48) verarbeitet.
Wie im anderen Posting geschrieben bekommt man diese Kontaktnieten noch immer.
Das teuerste an der ganzen Angelegenheit dürfte das Nietwerkzeug sein. Und auch die Entnietzangen (Abscheren des Niets und dem Auswerfen des Nietzapfens) dürften nicht gerade billig zu haben sein.
zB https://www.ebay.de/i/181051115427

Klar, man kann das auch mit ner Flachzange machen. Nur ganz so schön wie im Original wirds dann halt nicht.

Gruß
Ralf




» » » Beschichtet scheinen die Kontakte nicht zu sein.
» »
» » Jetzt nicht mehr...
»
» Das ist klar. Aber wenn schon Löcher reingebrannt sind ist da eh keine
» Beschichtung mehr vorhanden. Aber wenn du genau guggst, die Kontakte sind
» aus 2 Teilen bestehend, also Niet unten mit was drauf geschweißt.
»
» LG Sel

bastelix(R)

13.01.2019,
00:08

@ finni

mechanische Kontakte "verbessern"

» » » » Die Lampen waren grün:-D zumindest als ich Ende der 70er mit dem
» » » » Entwickeln angefangen habe. Die Roten kenne ich nur von alten
» » Filmen;-)
» » »
» » » Jungspund. Oder rot/grün-Schwäche? Jetzt fühle ich mich noch älter,
» » danke.
» » » :-D
» » Ich kenn auch nur rotes Licht... Meine Frau musste im Studium SW-Bilder
» » selber entwickeln; da war rotes Licht in der Dunkelkammer. Und das war
» erst
» » Anfang des Jahrhunderts ;-)
»
» Welches Jahrhunderts? Ich hoffe du meinst das jetzige :-D
Ja schon das jetzige. Sorry, ich vergesse gelegentlich, dass die meisten hier im Forum wissen, dass eine Diskette kein 3D-Druck eines Speichern-Buttons ist. :-D