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Altgeselle(R)

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11.08.2025,
21:30

@ Hartwig

Ruhestrom Röhrenendstufe

Hallo,
der Ruhestrom wird mit R57 (Trimmpoti) für beide Röhren eingestellt; die
Symmetrie ändert sich dadurch nicht.
Nach meiner Erinnerung sind ca. 30mA für die EL34 üblich.
Die Spannungsabfälle an den Kathodenwiderständen sollten
etwa gleich sein. Falls nicht, könnten die Kennlinien
der EL34 stark voneinander abweichen, wie Hartwig schon
geschrieben hat.
Man kann die negativen Gittervorspannungen an R59/R61 messen,
die sollten auch etwa gleich sein.
Wenn der Restbrumm bei kleinerem Ruhestrom geringer wird,
kann das auf mangelhafte Siebung der Gleichspannungen
hindeuten. Auf jeden Fall solten die Elkos C33 C34 C35 C36
überprüft werden.

Die ECC808 werden heute schon fast mit Gold aufgewogen...

Hast du ein Oszilloskop zu Hand?

Grüße
Altgeselle

Hartwig(R)

11.08.2025,
15:36
(editiert von Hartwig
am 11.08.2025 um 15:39)


@ Saitenquäler

Ruhestrom Röhrenendstufe

» Ich war bisher der
» Meinung, dass ein Brummminimung dann erreicht wird, wenn beide Endröhren
» auf gleichen Ruhestrom eingestellt sind.

ja, da es hier speziell um den durch die Anodenspannung eingebrachten Restbrumm geht. Das Endröhrenpaar liegt an einer Anodenspannung, wird aber gegenphasig angesteuert, ebenso wird das Ausgangssignal an beiden Anoden gegenphasig ausgekoppelt, während der Brumm ein Gleichtaktsignal darstellt.
Die perfekte Gleichtaktunterdrückung kommt aber nur zustande, wenn die Schaltung inklusive der Endröhren exakt symmetrisch aufgebaut ist. Die Schaltungstechnik erlaubt das relativ einfach, es bleiben aber die Exemplarstreungen der Röhren. Dein Problem könnte also datauf hindeuten, dass Du schlecht gepaarte Endröhren in der Bestückung hast oder eine andere Unsymmetrie vorliegt.

» Aber, meine (zugegeben laienhafte)
» Meinung scheint nicht zu stimmen.

ist keine Meinung sondern ein funktioneller Zusammenhang, der aber nicht unter allen Bedingungen gegeben ist, trotzdem aber vom Ansatz her richtig ist.

» Bei einem schönen, alten Showstar S40
» von Echolette (siehe Schaltbild) habe ich bei identischem Ruhestrom (30
» mV=30mA) gemessen an den Kathodenwiderständen) deutlich mehr Restbrumm als
» bei etwas Unterschiedlichem (25mV/32mV). Ich kapiere nicht, weshalb. Wer
» kann mich "aufklären"?

Wenn kein anderes Problem vorliegt, könnten es die Endröhren sein. Die müssen deswegen nicht defekt sein, sondern passen einfach nicht zusammen. Allerdings würde ich auch nicht ausschliessen, dass sich eine defekte Endröhre so ankündigt (wobei ich so auf Anhieb den Fehlermechanismus nicht nachvollziehen könnte - aber ich bin auch kein Röhrenexperte).
»

»
» Gruß, Noel