VDSL-Vectoring

Rund um ADSL und VDSL war lange Zeit bei der technischen Entwicklung ein Stillstand zu verzeichnen, an dem sich im Wesentlichen auch nichts geändert hat. Nun ist seit ein paar Monaten das sogenannte Vectoring im Gespräch. Es soll regelrechte Wunder bei der Reichweite und Übertragungsrate für DSL-Anschlüsse bringen.


Bedeutung von Breitband

Breitband zählt zu den Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Ohne breitbandigen Internet-Anschluss geht heute nichts mehr. Für Unternehmen geht es schon lange nicht mehr darum, Informationen im Internet abzurufen oder E-Mails zu verschicken und zu empfangen. Es geht darum, dass die Vernetzung in zunehmenden Maße um sich greift. So spielen sich große Teile der Kommunikation, Unterhaltung und des Informationsaustauschs im Internet ab. Das es flächendeckendes Breitband-Internet für Wirtschaft und Gesellschaft gibt, ist von bedeutendem öffentlichen Interesse.
Dabei geht es nicht zwangsläufig um einen Breitband-Internet-Anschluss, wie DSL oder TV-Kabel, sondern die damit verbundene Flatrate, die es erlaubt, ständig online zu sein.

Was ist Breitband?

Berechtigter Weise stellt sich die Frage, ab wann ein Internet-Anschluss breitbandig ist. Die Politik hat einmal 1 MBit/s als Breitband definiert. Die Deutsche Telekom bezeichnet bereits 384 kBit/s (T-DSL Light) als Breitband-Anschluss. Und zu Zeiten der Einführung von ISDN galten 128 kBit/s als Breitband. Doch die Praxis sieht anders aus. Ein 2-MBit-Anschluss ist heute kaum noch ausreichend. Normale Webseiten sind heute grafisch sehr aufwendig gestaltet und umfassen schon mal 0,5 bis 1,5 MByte. Mit ISDN bräuchte eine solche Webseite mehrere Minuten, bis sie geladen ist. Bei vielen Webseiten sind 300 kByte und mehr der Normalzustand. Das bedeutet, schon beim Surfen kommt man um Breitband-Internet nicht herum.

Die nächste Größe sind 6-MBit-Anschlüsse, die sich vom Preis zu 2-MBit-Anschlüssen kaum unterscheiden. Einzelnutzer sind mit 6 MBit/s bestens ausgerüstet. Über 6 MBit/s verkürzt sich die Ladezeit von Webseiten kaum noch. Viele Server liefern weniger Daten aus, als die Anschlussleitungen bei den Teilnehmern hergeben.
Ein 16-MBit-Anschluss spielt seine Vorteile erst bei großen Downloads aus, oder wenn mehrere parallele Verbindungen statt finden. Da reicht es schon, wenn die ganze Familie online geht.
Höhere Geschwindigkeiten, zum Beispiel 32 MBit/s (TV-Kabel), 50 MBit/s (VDSL) oder 100 MBit/s (TV-Kabel) braucht man erst bei IPTV-Angeboten oder HDTV-Übertragungen. Nur Video, Fernsehen und IP-Streaming profitieren von der hohen Geschwindigkeit.

Verfügbarkeit

DSL-Angebote sind bei allen Anbietern fast flächendeckend verfügbar. Allerdings gibt es immer noch einige „weiße Flecken“ auf der Landkarte. Eine interessante Alternative zu DSL haben die Kunden, die einen TV-Kabelanschluss besitzen. Doch in Deutschland ist kaum zu erwarten, dass die Kabelnetzbetreiber einen großen Anteil am Telekommunikationsmarkt erreichen werden. Deren Marketing ist auf die aggressiven Werbungs- und Preisschlachten im DSL-Bereich nicht ausgelegt.

Zukunft

Das Geschäft mit der Telekommunikation wird nicht nur über Sprachübertragung definiert, sondern auch mit dem Internet-Zugang. Die Telekommunikation wird zum Multi-Play-Angebot, das neben Sprache und Daten auch Rundfunkübertragung einbezieht. Mit Triple Play ist im Festnetz bereits eine solche Entwicklung im Gange.
Durch die zunehmende Verbreitung von Breitbandzugängen werden andere Dienste angetrieben. Allem voran steht VoIP. Ziel jedes Anbieters ist es konvergente Angebote auf den Markt zu werfen. Nach VoIP zieht IPTV in den Markt ein. Damit werden die TK-Anbieter zur Konkurrenz der Kabelnetzbetreiber.
Ob jemals Datenraten von 1 GBit/s am Teilnehmeranschluss notwendig sind, das mag bezweifelt werden. Doch der Nutzungstrend geht in Richtung Web Services und Cloud Computing, IPTV in 3D-Qualität. Da wird es bei gleichzeitiger Aktivität einer Familie schnell eng auf der Leitung. Einig sind sich fast alle Experten darin, dass man Mittelfristig mit 100 MBit/s nicht mehr weit kommt.


Asymmetrischer Western-Stecker

Asymmetrischer Western-Stecker

Es gibt auch Western-Stecker, die eine asymmetrisch angeordnete Verriegelungszunge haben. Dieser Western-Stecker entspricht keinem Standard und passt auch nicht in eine herkömmliche Western-Buchse. Es handelt sich um einen herstellerabhängigen Stecker, der speziell angefertigt wird und im Handel einzeln nicht erhältlich ist. Die Deutsche Telekom verwendet so eine Variante zum Beispiel beim DSL-Splitter, um Verwechslungen bei den Anschlusskabeln zu verhindern.


DSL-Anschluss

DSL-Anschluss ist nicht gleich DSL-Anschluss. Es gibt insgesamt 6 verschiedene Varianten. Je nach dem, wo man den DSL-Anschluss bestellt bekommt man eine dieser Anschluss-Varianten zugeteilt.

Im folgenden werden die einzelnen DSL-Anschluss-Varianten beschrieben und deren Vorteile und Nachteile erläutert.

Dazu ein paar Erläuterungen, wie sich DSL-Anschlüsse gegenseitig stören können.


DSL-Speedtest

Wer einen DSL-Anschluss hat, der will in der Regel auch wissen, wie schnell er wirklich ist. Leider ist das Ergebnis der üblichen Online-Speedtests nur wenig aussagekräftig.

Die Online-Speedtests sind auch nicht für alle Internet-Anschlüsse geeignet. Vor dem Test sollte geklärt werden, ob der Speedtest für den eigenen Anschluss geeignet ist. Zum Beispiel DSL oder Kabel.


Internet-Anschluss

Der Internet-Anschluss besteht immer aus einer hardwareseitigen Komponenten, also einem Übertragungsgerät, und einer softwareseitigen Komponenten, die konfiguriert werden muss und sich um den Zugang kümmert. In die technische Einrichtung des Internet-Anschlusses wird ein Kabel gesteckt, das auf der anderen Seite mit einem Computer oder einem anderen Gerät verbunden ist. Wird das Kabel eingesteckt, wird sozusagen der hardwareseitig Internet-Zugang hergestellt. Anschließend erfolgt die Einwahl von einem Computer oder einem anderen Gerät in ein Netzwerk, das den softwareseitigen Zugang zum Internet herstellt.


Breitbandtechnik

Breitband bezeichnet eine Bandbreite oder einen Frequenzbereich, der sehr groß, besser gesagt breit ist. Im Gegensatz zu Schmalband, das sehr klein bzw. schmal ist. Der Begriff Breitband fällt in der Regel immer im Zusammenhang mit digitalen Übertragungsverfahren und hohen Übertragungsgeschwindigkeiten.

Eine große Bandbreite ist das Synonym für viel Übertragungskapazität. Insbesondere bei der Übertragung von Daten ist das ein wichtiges Kriterium. Je mehr Bandbreite, desto mehr Daten können pro Zeiteinheit übertragen werden.

Als die ersten Breitband-Internet-Zugänge bereitgestellt wurden, war vor allem eines interessant: die hohe Geschwindigkeit. Die hohe Bandbreite und somit die hohe Übertragungsgeschwindigkeit versprach den Abruf von Internet-Seiten innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Auf einen Klick wurde die Webseite sofort angezeigt. Interessant wurde daraufhin erstmals neue Inhalte, wie Audio und Video. Dank DSL ist Video im Internet kein Problem mehr.


Splitter

Der Splitter hat die Aufgabe, das auf der Telefonleitung ankommende Signal anhand ihrer Frequenz aufzutrennen und an zwei verschiedenen Ausgängen herauszuführen. Der Splitter entspricht einer Frequenzweiche mit einem integrierten Hoch- und Tiefpassfilter. So wird sicher gestellt, dass die Endgeräte nur das Signal bekommen dass für sie gedacht ist und nicht von dem anderen Signal gestört werden können.