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Kennzeichnung elektronischer Bauteile (Bauelemente)

verfasst von Patrick Schnabel(R) E-Mail, 14.06.2017, 16:17 Uhr

In Schaltplänen und Schaltzeichnungen findet man in der Regel neben den Symbolen der elektronischen Bauelemente einen Buchstaben, mit dem ein Bauelement gekennzeichnet ist. In der Regel geht es darum, das Bauelement zu identifizieren. Beispielsweise um in einer Stückliste Typ und Bauteilwerte zuweisen zu können.

Nun ist es so, dass es eine feste Zuordnung von Kennzeichen (Buchstaben) und Bauelementen gibt. Für die Kennzeichnung von elektronischen Bauteilen gibt die Normen DIN EN 81346-2 aus dem Jahr 2010 und die alten Normen DIN 40719-2 von 1978 bzw. DIN EN 61346-2 von 2000.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1204031.htm

Weil sich mancher Elektroniker die Zuordnung der Kennzeichen (Buchstaben) zum Bauelement nicht merken kann, gibt es einen Wildwuchs an Kennzeichnungen. Ein Elektroniker muss die alten Normen und die aktuelle Norm beherrschen. Gleichzeitig muss er berücksichtigen, dass viele ungültige Zeichen verwendet werden, die sich häufig in unprofessionell erstellten Schaltplänen finden.

Gelegentlich bekomme ich den Hinweis, dass die Kennzeichnung elektronischer Bauteile in den Schaltungen auf Elektronik-Kompendium.de nicht der neuen Norm entsprechen und ich doch bitte die Kennzeichnungen auf die neue Norm umstellen soll. Die Begründung ist einfach: Neue Azubis, Schüler und Studenten sollen gleich die neue Norm lernen.
Ich höre aber auch Stimmen aus Unternehmen, die davon ausgehen, dass irgendwann die alte Norm aus dem Jahr 1978 wieder eingeführt wird, weil die neue Norm niemand benutzt.

Jetzt kommt noch ein ganz anderer Aspekt zum Tragen. Speziell in der Lehre wurde schon immer auf durchgängig genormte Bauteilkennzeichnungen verzichtet. Insbesondere, wenn mit Formeln gearbeitet wird. Der Grund ist einfach. Anfänger tun sich leichter, wenn sich die Kennzeichnung am Bauteil orientiert. Also zum Beispiel D für Diode und nicht V oder R. Oder T für Transistor und nicht V oder K.

Unabhängig davon, welches Kennzeichnungssystem verwendet wird, haben Azubis und Studenten diesbezüglich die Arschkarte gezogen. Auf der einen Seite müssen sie die neue Kennzeichnung und Symbolik lernen, aber eben auch mit den alten Symboliken und Fantasiekennzeichnungen jeglicher Art umgehen können.

Die Fragestellung, die ich gerne diskutieren will ist, an welche Norm man sich aktuell halten sollte?

Und vor allem, wie eng sollte man sich in der Lehre und Ausbildung daran halten?

--
Gruß von Patrick

http://www.elektronik-kompendium.de/



Gesamter Thread:

Kennzeichnung elektronischer Bauteile - Patrick Schnabel(R), 14.06.2017, 16:17 (Bauelemente)
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