» Ich lese in vielen Foren dasselbe. Möglicherweise sind die Lehrer und
» Professoren auf dem Tripp, den Schülern in immer kürzeren Zeiten immer
» mehr beibringen zu wollen, was nicht funktioniert.
»
» Die Leute scheinen mir total überfahren zu werden. Niemand hat mehr
» solides Wissen (sehe ich bei vielen Absolventen) und alle beschaffen sich
» nur noch oberflächlich irgendwelche Lösungen.
»
» Kürzlich habe ich gelesen, man müsse heute nicht mehr viel wissen, man
» muss nur wissen wo es steht und google bedienen können. Unglaublich. Das
» Ganze scheint mir eine Modeerscheinung.
»
» Früher, als die Schüler und Studenten noch über ihren Büchern brüteten,
» haben sie alles intensiv gelernt und sich nicht auf ein Internet
» verlassen. Diese Oberflächlichkeit führt dazu, dass sie scheinbar! immer
» mehr wissen, aber real immer weniger Stabilität dahinter haben. Kommen
» dann komplexere Probleme versagen sie-
Hallo Jürgen
das war früher nicht anders. Ich lese und schreibe in vielen Foren -wenn ich darf- und es sind oft die älteren Forenteilnehmer die mit ihrem Halbwissen und ihrer Lernresistenz eine Diskussion kaputt machen. Der Spruch mit "Man muss nur wissen wo es steht." ist uralt. Das schöne am www ist, dass die Leute dem kritisch gegenüber stehen und selbst anfangen zu denken. Bücher werden wie Bibeln angesehen, wenn etwas in einem Buch steht, ist das richtig und das gilt erst recht für alte Bücher, so glaubt man. Was ich bezeichnend finde ist der folgende Satz von Loftin und White, Zitat aus Radio News Feb. 1930:
"Forget Former Conceptions on Audio Amplifier Theory"
Die Leute hatten damals die gleichen Probleme wie wir heute. Ich denke das Internet wird uns da weiter bringen, hoffentlich. Es ist natürlich bequem andere Leute für die eigenen Wissenslücken verantwortlich zu machen. Ich lasse diese Ausreden im Internetzeitalter nicht mehr gelten.
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