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Elko explodiert, Schaltung vorhanden (Elektronik)

verfasst von Hartwig, 09.06.2008, 08:08 Uhr

» Hallo,
»
» ich wollte mir ein Labornetzteil bauen, also habe ich im Eagle ne
» Schaltung erstellt und die dann gelötet.
»
» So weit so gut.
»
» Beim ersten Test wurde der Glättungselko (damals nur einer, 10.000µF)
» kochend heiß und das Gummiteil flog 2m durch das Zimmer :p. Naja .. ich
» dachte mir das liegt am Ladestrom der der Elko bekommt, also habe ich beim
» zweiten Test 4 Elkos verbaut; zusammen 10.500µF. Alle wurden heiß und einer
» lief aus = Dialektrikum aufgewischt, PC angemacht, diesen Thread erstellt
» :)
»
» Woran kann das liegen? Elkos habe ich keine mehr, aber bevor ich weiter
» experimentier wäre es gut die Ursache zu wissen.
»
»
»
» Elkos spannungsfest bis 40V, manche 63V. Es sind "6A6" Dioden. Trafo ist
» ein Ringkerntrafo mit 2*25V und 3,2A. Der Elko unter dem 1,2k Widerstand
» hat 10,0µF
» Schaltung habe ich selber entworfen.
»
» PS: Muss ich beide Ausgänge des Trafos belasten? Also die zweite 25V
» Wicklung auch?
» PPS: Bevor einer fragt, der LM350K ist ausreichend gekühlt mit einem
» passiven und aktiven CPU Kühler. Bilder lade ich auf bedarf hoch :)

Hallo Cryptos,
die Schaltung sieht soweit OK aus, als Fehlerursache kämen in Frage:
1) Elkos verpolt (Aufbaufehler)
2) Gleichrichterdioden verpolt/defekt (Aufbaufehler, Überlastung)
3) Trafospannung zu hoch (unwahrscheinlich)

Im Leerlauf würde ich mit etwas über 35V an den Elkos rechnen. Der Ladestrom kommt als Ursache direkt kaum in Frage. Wenn, dann wäre ein zu hoher Ladestrom für die Dioden gefährlich. Das hängt aber vom Innenwiderstand des Trafos ab. Du kannst die 2. Wicklung des Trafos durchaus "offen" lassen, nur hast Du dann höhere Cu-Wärmeverluste als bei Parallelbetrieb beider Wicklungen. Bei Parallelbetrieb der Wicklungen ist allerdings wieder der geringere Ri des Trafos für den maximalen Durchlassstrom der Dioden relevant, der wäre dann höher...

Ich würde zunächst die Dioden prüfen (Vielfachmeßgerät). wenn die OK sind, nur den Trafo mit den Dioden (ohne Elkos und Spannungsregler) in Betrieb nehmen und messen, dann zunächst 1 Elko anschließen und sehen, was passiert.

Den Ladestrom der Elkos kannst Du nur über einen Shunt mit dem Oszilloskop messen, wäre aber Sinnvoll.

Durch Parallelschalten der Elkos erzielst Du übrigens möglicherweise einen niedrigeren ESR der durch die Parallelschaltung entstehenden Ladekapazität. Dadurch werden die Dioden sogar noch höher belastet. (unter der Annahme, daß der 10000µF Elko einen ähnlichen ESR hat wie ein einzelner 2200µF Elko. Da schafft aber nur ein Datenblatt Klarheit.

Grüße
Hartwig



Gesamter Thread:

Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Cryptos(R), 09.06.2008, 01:44 (Elektronik)
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - ElektroNick, 09.06.2008, 07:25
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Hartwig, 09.06.2008, 08:08
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Kendiman, 09.06.2008, 09:46
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Cryptos(R), 10.06.2008, 23:12
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Harald Wilhelms(R), 12.06.2008, 17:09
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Cryptos(R), 14.06.2008, 21:14
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Harald Wilhelms(R), 16.06.2008, 09:41
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Cryptos(R), 16.06.2008, 17:17
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Harald Wilhelms(R), 18.06.2008, 08:30
Elko explodiert, Schaltung vorhanden - Cryptos(R), 18.06.2008, 19:54