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Sel(R)

E-Mail

Radebeul,
06.02.2021,
17:40
(editiert von Sel
am 06.02.2021 um 17:45)
 

Daten dieser Hochspannungsdiode? (Bauelemente)

Habe aus einem HP-Farblaserdrucker einige dieser Hochspannungsdioden:



Größe wie eine 1N4000, grüner Ring und Aufdruck "LCK". Mehr habe ich leider nicht.
Habe die Diode in meiner Royer-Schaltung. Bei 2kV bleiben die noch ganz, bei 100mA (Test bei 25 Volt) werden sie noch nicht zu warm. Die Durchlaßspannung ist um die 4,25 Volt. Die Sperrschichtkapazität ist nicht meßbar (zu klein, also weit unter 5pF).

Ein Datenblatt wäre echt super, die richtigen Daten reichen mir aber auch. Klar könnte ich die Spannungsfestigkeit auch ausprobieren, doch dazu sind mir die Dioden zu schade. Ich wollte sie letztendlich bis 4kV AC betreiben (Brückenschaltung, maximale Scheitelspannung), zuzüglich Sicherheit (mind. 20%).

LG Sel

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Ich bin ein Elektronikbastler, der ab und zu ein paar Informationen sucht ...

xy(R)

E-Mail

06.02.2021,
17:50

@ Sel

Daten dieser Hochspannungsdiode?

3kV/200mA, geschätzt.

Sel(R)

E-Mail

Radebeul,
06.02.2021,
17:54

@ xy

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» 3kV/200mA, geschätzt.

Schade. Dann bin ich bei 2kV AC schon sehr knapp an der möglichen Grenze. Deine Schätzung begründet sich auf den mechanischen Abmessungen und der Durchlaßspannung?

LG Sel

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der ab und zu ein paar Informationen sucht ...

xy(R)

E-Mail

06.02.2021,
18:11

@ Sel

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» » 3kV/200mA, geschätzt.
»
» Schade. Dann bin ich bei 2kV AC schon sehr knapp an der möglichen Grenze.
» Deine Schätzung begründet sich auf den mechanischen Abmessungen und der
» Durchlaßspannung?

Ja.

Sel(R)

E-Mail

Radebeul,
06.02.2021,
18:49
(editiert von Sel
am 06.02.2021 um 18:50)


@ xy

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Noch eine Frage.

Wenn ich die Dioden senkrecht auf die Lochrasterplatte baue (Sicherheitsabstand wegen Hochspannung und Platzmangel langsam) und dann 2 Stück in Reihe schalte, also 8 Dioden pro Brückengleichrichter, so komme ich ja auf meine 4kV Spannungsfestigkeit. Muß ich Ausgleichswiderstände (Spannungsaufteilung) parallel zu den Dioden schalten? Wäre aber sehr schlecht und ist schwierig bei der hohen Spannung.

LG Sel

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Ich bin ein Elektronikbastler, der ab und zu ein paar Informationen sucht ...

Hartwig(R)

06.02.2021,
19:32
(editiert von Hartwig
am 06.02.2021 um 19:49)


@ Sel

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Hallo,
die Dioden waren ja vielleicht im HP-Laserdrucker auch in Reihe geschaltet - gab es denn dort Ausgleichswiderstände? (vielleicht waren die Dioden ja selektiert oder aus einer Charge - andererseits können die Sperrströme schon streuen, auch sind diese temperaturabhängig) Aber die Platine ist wohl schon weg....
Mir fällt grad noch ein: Du hast doch schon eine andere HV-Quelle, also irgentwas um 1kV? Dann würde ich den Sperrstrom einiger Dioden einfach mal messen. Dazu eignet sich der Innenwiderstand vom DVM mit 10Mohm (als Shunt) - einfach das DVM in Reihe mit der sperrenden Diode an die HV legen - Der Sperrstrom ist dann die angezeigte Spannung geteilt durch 10MOhm.
Hartwig

Sel am Handy

06.02.2021,
20:51

@ Hartwig

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Habe nur noch den hier gezeigten Royerkonverter.

Habe das jetzt so gestaltet, das ich die beiden Konverter auf der einen Platine belasse. Ich steuere diese auch nur bis je 2kV aus. In Reihe geschalten macht das maximal 4kV. Ich denke das reicht für fast alle meine Prüfzwecke. Eben auch für die verschärfte Isolationsprüfung 4kV/1min. Eine Parallelschaltung der Konverter bringt nichts.

Um eine halbwegs stabile und einstellbare Hochspannung zu bekommen, da kümmere ich mich die Tage. Vielleicht "mißbrauche" ich einen 317 dazu.

Für eventuell noch höhere Spannungen habe ich irgendwo in meiner Bastelkiste noch eine vergossene Hochspannungskaskade rumliegen (1,5kV auf 8,5kV). Kann ich ja auch anschließen, falls ich das Teil mal finde. Oder ich suche auf dem Schrott einen Zeilentrafo und baue damit was. Aber wann braucht man mal mehr als 4kV?

LG Sel

Hartwig(R)

06.02.2021,
22:34

@ Sel am Handy

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Hallo Sel,
»
» Habe das jetzt so gestaltet, das ich die beiden Konverter auf der einen
» Platine belasse. Ich steuere diese auch nur bis je 2kV aus. In Reihe
» geschalten macht das maximal 4kV. Ich denke das reicht für fast alle meine
» Prüfzwecke. Eben auch für die verschärfte Isolationsprüfung 4kV/1min. Eine
» Parallelschaltung der Konverter bringt nichts.

aha, so so - und gespeist wird das aus einem Netzteil. Betrachte ich jetzt Deine Platine als einen Hochspannungsgenerator mit einer Spannung von 4kV, was muß dann die Isolation zwischen HV-Teil und Speisung verkraften??? 4kV Bemessungsspannung + 1kV ??? duck und wech ;-)
»
» Um eine halbwegs stabile und einstellbare Hochspannung zu bekommen, da
» kümmere ich mich die Tage. Vielleicht "mißbrauche" ich einen 317 dazu.

is kein Mißbrauch, der freut sich eher darüber!
»
» Für eventuell noch höhere Spannungen habe ich irgendwo in meiner
» Bastelkiste noch eine vergossene Hochspannungskaskade rumliegen (1,5kV auf
» 8,5kV). Kann ich ja auch anschließen, falls ich das Teil mal finde.

Dann such such schon mal! (siehe oben)

» Oder ich suche auf dem Schrott einen Zeilentrafo und baue damit was. Aber wann
» braucht man mal mehr als 4kV?

für Geräte mit einer Bemessungsspannung > 4kV ?
»
das wird dann eine unendliche Bastelei :-D

Grundsätzlich würde ich das mit den Dioden auch so machen, paßt ja. Was hast Du da jetzt eigentlich für Übertrager verbaut? fertig gekauft oder selbst gewickelt?
Schönes Wochenende noch
Hartwig
» LG Sel

Sel am Handy

06.02.2021,
22:51

@ Hartwig

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Die Isolation der 4kV ist ausreichend. Bei der Platine habe ich auf der HV-Seite alles Kupfer entfernt, min. Abstand von Lötpunkten 6mm. Nicht so sehr viel, aber eben ausreichend. Der Übertrager ist industriell (ausgeschlachtet), siehe Link in meinem ersten Posting von diesem Thread.

Habe den Transen einen Kühlkörper spendiert. Denen wurde bei Dauerbetrieb (was praktisch nie vorkommt) doch bissel warm.

LG Sel

Hartwig(R)

06.02.2021,
23:00

@ Sel am Handy

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» Die Isolation der 4kV ist ausreichend. Bei der Platine habe ich auf der
» HV-Seite alles Kupfer entfernt, min. Abstand von Lötpunkten 6mm. Nicht so
» sehr viel, aber eben ausreichend.

...das war auch nicht so ernst gemeint!

» Der Übertrager ist industriell
» (ausgeschlachtet), siehe Link in meinem ersten Posting von diesem Thread.
»
hab's jetzt auch gesehen - danke!

Hartwig

simi7(R)

D Südbrandenburg,
07.02.2021,
10:08

@ Sel

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» » 3kV/200mA, geschätzt.
»
» Schade. Dann bin ich bei 2kV AC schon sehr knapp an der möglichen Grenze.
» Deine Schätzung begründet sich auf den mechanischen Abmessungen und der
» Durchlaßspannung?
»
» LG Sel
Kommt auch auf das Alter des Spenders an. Früher, als noch mit Koronendrähten gearbeitet wurde, waren die Spannungen höher und die Dioden wurden in Vervielfacherkaskaden eingesetzt.
Sieht dann auf der Platine so aus: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2380057.m570.l1313&_nkw=274041808445&_sacat=0

Ich kenne da Dioden mit 2,2kV.
Bei den moderneren Geräten mit Ladungsrolle kommen Spannungen unter 1kV zum Einsatz.

Sel(R)

E-Mail

Radebeul,
07.02.2021,
13:50
(editiert von Sel
am 07.02.2021 um 13:57)


@ simi7

Daten dieser Hochspannungsdiode?

Leider weiß ich den genauen Typ nicht mehr vom Drucker. Nur das es ein Farblaser von HP war.
Die Leiterplatte sah so aus (wenn ich mich richtig erinnere):



Habe leider kein besseres Bild gefunden. Die Dioden sind vor den Übertragern im Bild.

Nach der Bezeichnung auf der Platine könnte der Drucker ein HP Colorlaser 1600, 2600 oder ähnlich gewesen sein.

LG Sel

--
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simi7(R)

D Südbrandenburg,
07.02.2021,
20:07

@ Sel

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» Leider weiß ich den genauen Typ nicht mehr vom Drucker. Nur das es ein
» Farblaser von HP war.
» Die Leiterplatte sah so aus (wenn ich mich richtig erinnere):
»
»
»
» Habe leider kein besseres Bild gefunden. Die Dioden sind vor den
» Übertragern im Bild.
»
» Nach der Bezeichnung auf der Platine könnte der Drucker ein HP Colorlaser
» 1600, 2600 oder ähnlich gewesen sein.
»
» LG Sel
Da muss ich mal gucken, ob ich das Schaltbild vom baugleichen Canon LBP5000 noch habe.

Sel(R)

E-Mail

Radebeul,
09.02.2021,
08:27
(editiert von Sel
am 09.02.2021 um 08:52)


@ simi7

Daten dieser Hochspannungsdiode?

» Da muss ich mal gucken, ob ich das Schaltbild vom baugleichen Canon LBP5000
» noch habe.

Habe mir beim Chinamann einen 10er-Pack HVM12 bestellt. Kostet 3 Euronen (Komplettpreis für alle) incl. Versand. Die haben 12kV DC bei 350mA, reicht wirklich völlig aus. Ich glaube aber nicht, das ich bei dem Preis originale Dioden bekomme. Auch wenn die nur 50% der Datenblattwerte erreichen würden, reicht das immer noch dicke aus. Jedoch habe ich auch beim China-Fake noch nie eine ganz schlimme Überraschung erlebt. Klar, Abstriche muß man machen, also die Dinger vorher testen.

LG Sel

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