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flo444(R)

30.08.2016,
21:11
 

Fritzbox an 12V Solaranlage (Telekommunikation)

Hallo zusammen,

mein Name ist Florian, ich bin 32 und komme aus Niedersachsen.
Hobbymäßig beschäftige ich mich viel mit Elektronik und Computern, berufsmäßig komme ich aus einem völlig anderen Bereich. Will sagen: Ich weiß zwar vieles, aber eben nicht alles...

Nun stehe ich vor einem Problem, das seit Tagen meinen Ehrgeiz packt und mich aber irgendwie bisher überfordert, weswegen ich mich hier angemeldet habe und auf eure Hilfe hoffe.

Ich habe hier eine FBF7360, die an einem VDSL2-Anschluss mit 50Mbit läuft. Sie läuft da auch absolut einwandfrei, solange ich sie mit dem mitgelieferten Netzteil betreibe.

Ich möchte sie aber gerne, der Gedanke kam mir einfach vor ein paar Tagen, über die Solaranlage unseres Gartenhauses betreiben anstatt mit Netzteil.
Es geht mir dabei nicht um eine Diskussion ob das Sinn macht oder nicht: natürlich macht es bei einem Stromverbrauch von vielleicht 15 Euro im Jahr keinen Sinn, das ist mir selber klar. Ich habe aber nunmal eine Solaranlage für die Gartenbeleuchtung im Schuppen (120 Watt Solarleistung mit 60Ah Blei-Gel-Akku) und die Kabel liegen auch schon, von daher hält sich der Aufwand in Grenzen und es geht mir einfach nur um den Spaß an der Freude. Bastel-Hobby halt.

Vom Gartenschuppen habe ich ein LAN-Kabel ins Haus zur FBF liegen. Das liegt da schon länger, weil ich im Gartenschuppen einen Raspberry Pi installiert habe, der dort ein paar Steuerungsaufgaben übernimmt. Da das LAN-Kabel aber ja nur vier von acht Adern benutzt, kam mir vor ein paar Tagen der Gedanke, über die bisher unbenutzten Adern die 12V von der Solaranlage ins Haus zu leiten und damit die FBF zu betreiben.

Im Haus kommen 13,1V an. Das sollte für die FBF okay sein, da das serienmäßig mitgelieferte Netzteil unstabilisiert ist und die gesamte Spannungsregelung meines Wissens in der FBF erfolgt. Wahrscheinlich benötigt sie intern sowieso keine 12V, sondern eher 5V und 3,3V. Auch gibt es unendlich viele Berichte von Leuten, die eine FB im Wohnwagen oder Auto am Bordnetz betreiben.
Da kommt dann aber offenbar der Knackpunkt: Die haben alle kein DSL in ihrem Wohnwagen...

Bei mir ist es nämlich so, dass die FBF zwar einwand- und absturzfrei läuft, aaaaber das VDSL sich ständig (wirklich alle paar Minuten) neu synchronisiert.

Was habe ich bisher probiert, um das Problem in den Griff zu bekommen? Nun, einiges:
- Spannungen und Ströme gemessen. Es kommen 13,1V im Haus an, die sind stabil und brechen auch unter Last nicht zusammen. Ich habe beide freien Adernpaare des LAN-Kabels benutzt, also zwei Adern für + und zwei für -, um eine möglichst hohe Belastbarkeit und wenig Spannungsabfall zu erreichen.
Ich habe testweise das Kabel mit einer 20W Halogenlampe belastet, die 13,1V bleiben stabil und die Kabel werden dabei auch nicht fühlbar warm.
- direkt vor der FBF einen 1000uF Elko und einen 100nF Kerko in die Zuleitung eingelötet, um a) die Spannung zu stützen und b) HF-Störungen zu reduzieren
- zusätzlich das Kabel direkt vor der FBF mit 5 Wicklungen durch einen kleinen Ferritkern geführt, ebenfalls um HF-Störungen zu reduzieren
- sämtliche Regler in den DSL-Einstellungen auf maximale Stabilität gestellt
- testweise die Verkabelung der Solaranlage umgestrickt: alles vom Solarakku abgeklemmt und nur das Kabel zur FBF angeschlossen, um Störungen durch die Solaranlage oder angeschlossene Verbraucher auszuschließen

Gebracht hat all das nichts, und ich bin mit meinem Latein definitiv am Ende.

Was mir aufgefallen ist, ist dass die "Störabstandsmarge Empfangsrichtung" in der FBF mit Netzteil bei beständig 26dB liegt, mit Solarstrom bei den kurzen Syncs die sie zustande bringt nur bei 21dB.

Die Solaranlage ist recht weitläufig verkabelt, um Strom für Gartenbeleuchtung in den verschiedensten Ecken unseres Gartens zur Verfügung zu stellen. Da dürften insgesamt schon mindestens 100m Kabel zusammen kommen, die alle sternförmig zur Solarbatterie (bzw. zum Laderegler) als Mittelpunkt führen.
Das Kabel zur FBF ist wie gesagt ein Netzwerkkabel, billiges Cat.5e ungeschirmt und wohl knappe 20m lang.

Das also zu meinen technischen Daten und Lösungsversuchen - ich bin für jede Hilfe und jeden Gedanken dankbar. Warum schafft es die FBF nicht, stabil zu syncen?

Liebe Grüße
Florian

Sel(R)

Radebeul,
31.08.2016,
11:13
(editiert von Sel
am 31.08.2016 um 11:22)


@ flo444

Fritzbox an 12V Solaranlage

Hallo Florian,

und herzlich willkommen hier! Na, so eine wunderschöne Vorstellung hatten wir lange nicht mehr, super!

Irgendwie ist dein Problem nicht logisch.

Wie hast du die Masseleitung verlegt? Also sozusagen dein Minuspotential? Nicht das du eine schöne Masseschleife zwischen deiner Solaranlage, Netzwerkverbindung und der Spannungsversorgung der Fritzbox hast. In dem Fall teste mal den Betrieb der Fritzbox an einer 12-Volt-Batterie, völlig getrennt von der Solaranlage (kleiner Akku oder sonstwelche Batterien, mal schnell was zusammenstricken). Wenn dann die Box sicher läuft (der Fehler also weg ist), so kannst du einen DC/DC-Wandler (mit galvanischer Trennung drin!) zwischen die Fritzbox und deiner langen Leitung schalten.

LG Sel

Edit...
Nur als Vorschlag:
http://www.reichelt.de/Wandler-groesser-3-W/THD-12-2412WI/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=123670&GROUPID=7252&artnr=THD+12-2412WI

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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

xy(R)

E-Mail

31.08.2016,
13:09

@ Sel

Fritzbox an 12V Solaranlage

» Irgendwie ist dein Problem nicht logisch.

Naja, Gleichtaktstörungen über die lange Strippe wäre naheliegend.

Sel(R)

Radebeul,
31.08.2016,
14:33

@ xy

Fritzbox an 12V Solaranlage

» » Irgendwie ist dein Problem nicht logisch.
»
» Naja, Gleichtaktstörungen über die lange Strippe wäre naheliegend.

Die bekommt er aber nur mittels Ferrit und Kelkos nicht weg.

--
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Ich bin ein Elektronikbastler, der nur durch Schmerzen begreift, was schlauere Leute im Forum an Wissen vermitteln können.

xy(R)

E-Mail

31.08.2016,
14:38

@ Sel

Fritzbox an 12V Solaranlage

» » » Irgendwie ist dein Problem nicht logisch.
» »
» » Naja, Gleichtaktstörungen über die lange Strippe wäre naheliegend.
»
» Die bekommt er aber nur mittels Ferrit und Kelkos nicht weg.

Doch, das klappt schon. Vermutlich reichen ein paar bifilare Windungen um einen 43er Ferritringkern und zwei 10nF HF-Kerkos.

xy(R)

E-Mail

31.08.2016,
14:41

@ xy

Fritzbox an 12V Solaranlage

» » » » Irgendwie ist dein Problem nicht logisch.
» » »
» » » Naja, Gleichtaktstörungen über die lange Strippe wäre naheliegend.
» »
» » Die bekommt er aber nur mittels Ferrit und Kelkos nicht weg.
»
» Doch, das klappt schon. Vermutlich reichen ein paar bifilare Windungen um
» einen 43er Ferritringkern und zwei 10nF HF-Kerkos.


Hat sich offensichtlich eh erledigt:



https://www.mikrocontroller.net/topic/405349#4702742

Sel(R)

Radebeul,
31.08.2016,
14:45

@ xy

Fritzbox an 12V Solaranlage

» Hat sich offensichtlich eh erledigt:
»
»
»
» https://www.mikrocontroller.net/topic/405349#4702742

Scheiß Mehrfachpostings. Man kann doch nicht immer in beiden Foren suchen und vergleichen. Na gut, wozu mach ich mir ne Birne...

LG Sel

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